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Mit Werten und Content zu neuem Vertrauen

Wertekommission


„Unternehmen am Pranger. Wie die Wirtschaft mit Wertorientierung Vertrauen zurückgewinnen kann.“ Zu diesem Thema hatte die Wertekommission in der letzten Woche zu einer Podiumsdiskussion mit meinungsstarken Vertretern aus Wirtschaft, Forschung und Medien geladen (v.l.n.r: Jörg Schönborn/WDR, Christoph Zeckra/Generali, Dr. Philipp Busch/Wertekommission, Hans W. Reich/Citigroup, Prof. Enste/Institut der deutschen Wirtschaft, Foto: netfed.)

Eine wesentliche Erkenntnis der Runde: Vertrauen kann ein Unternehmen nur durch Transparenz und Kommunikation zurückgewinnen. Unternehmer seien daher stärker gefordert, mit ihren Werten und ihrer Haltung proaktiv in die Öffentlichkeit zu gehen, statt dies im Falle eines Falles erst in einer Rechtfertigungsposition zu tun.

Das sei aber offensichtlich einfacher gesagt als getan. Denn nicht jeder CEO sei sich dieser Verantwortung bewusst. Viele Unternehmensleiter täten sich über dies enorm schwer, ihr Geschäftsmodell und die dahinter stehenden Werte klar und nachvollziehbar zu formulieren, obwohl das ihre erste Pflicht sei. Darstellungen darüber hinaus, zum Bespiel zum Thema CSR, seien schließlich nur die Kür.

Insbesondere gegenüber Medien und ihren Vertretern hielten sich die Topmanager mit Äusserungen und Statements nach Ansicht des Panels zu sehr zurück. In Talkshows erlebe man sie viel zu selten. Begründet sei dies in der Furcht der  Vorstände, mit einem falschen Satz das Vertrauen ihrer Stakeholder eher zu verlieren. Das fehlende Vertrauen in eine faire Berichterstattung der Medien, so wurde interpretiert, scheine dabei eine fast unüberwindbare Hürde zu sein.

Eine  Diskussion, die auch für das Thema Content Marketing spannende Inspiration bietet. Damit ständige und nachhaltige Kommunikation Transparenz und Vertrauen schaffen kann, bedarf es  einer ausgearbeiteten Content-Strategie, die die Tätigkeit und Werte eines Unternehmens für seine Stakeholder interessant aufbereitet und relevant darstellt.

Hat ein Unternehmer es sich zum Ziel gemacht, seine Haltung und seine Mitverantwortung für die Gesellschaft im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit nachvollziehbar zu machen, erreicht er mit einer durchgängigen Story eine weitaus höhere Relevanz für betroffene Stakeholder als mit einer gelegentlichen PR-Meldung im Krisenfall.

Wichtig erscheint dabei, dass sich Unternehmer dabei ständig und immer wieder die Frage stellen, warum ihre Stakeholder dies tatsächlich interessiert kann und warum es relevant für ihr Leben und ihr Geschäft ist. Dazu gehöre auch, sich proaktiv und mit Blick auf die eigenen Werte auf kritische Themen einzulassen – eine echte Herausforderung. Da war sich auch dieses Panel einig.



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