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	<title>theUntold | stories4brands</title>
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	<description>Digital Storytelling4Brands</description>
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		<title>Vielleicht wurde das Voynich-Manuskript nie zum Lesen gemacht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 06:03:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Designgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Storytelling]]></category>
		<category><![CDATA[Voynich-Manuskript]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit mehr als hundert Jahren versucht man, das Voynich-Manuskript zu lesen. Vielleicht beginnt das Verständnis dieses Buches aber mit einer anderen Frage: nicht „Was steht da?“, sondern „Wofür wurde es gemacht?“. Ein Gestalter blickt auf das rätselhafteste Buch der Welt.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ein Gestalter im rätselhaftesten Buch der Welt sieht</strong><br><br>Seit mehr als hundert Jahren suchen Kryptografen, Sprachwissenschaftler und Rätselliebhaber nach dem Schlüssel zu diesem Buch. Ich habe mir das Voynich-Manuskript über Jahre hinweg immer wieder angesehen. Nicht, weil ich glaube, seine Schrift lösen zu können. Sondern weil mich seine Seiten einfach nicht loslassen.</p>



<h2 id="h-ein-buch-das-niemand-lesen-kann" class="wp-block-heading">Ein Buch, das niemand lesen kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Bücher, die man liest. Und es gibt welche, die man anschaut, obwohl man sie nicht lesen kann. Das Voynich-Manuskript gehört zur zweiten Sorte. Seine Schrift entzieht sich bis heute jeder überzeugenden Deutung. Doch seine Seiten sind alles andere als stumm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je länger ich sie betrachte, desto weniger sehe ich nur einen Geheimtext. Ich sehe Pergament, Linien, Textflächen, Zeichnungen, Korrekturen oder deren Abwesenheit, Falzungen und die Spuren verschiedener Hände. Ich sehe ein Buch, das nicht einfach nur geschrieben wurde. Es wurde gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für ein Rätselbuch ist das vielleicht eine ungewöhnliche Perspektive. Aber vielleicht liegt genau darin der Punkt: Das Voynich-Manuskript ist nicht nur ein Text, dessen Bedeutung uns fehlt. Es ist auch ein Objekt, dessen Machart vor uns liegt.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Meine These: <strong>Das Voynich-Manuskript war vielleicht nie primär zum Lesen gedacht. Es könnte ein Muster-, Schau- und möglicherweise ein Ausbildungsbuch einer spätmittelalterlichen Buchwerkstatt gewesen sein.&nbsp;Der Text ist unentziffert. Das Objekt hingegen ist lesbar.</strong></p><cite>Carsten Bolk, Designer</cite></blockquote></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es besteht aus rund 240 Pergamentseiten aus dem frühen 15. Jahrhundert. Darauf befinden sich Zeichen, die wie Schrift aussehen, jedoch bis heute nicht überzeugend entziffert werden konnten. Zwischen den Textblöcken finden sich seltsame Pflanzen, Sternscheiben, Tierkreiszeichen, nackte Figuren in grünen Becken und Röhren, Gefäße, Wurzeln, Kreise sowie großformatige Faltseiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer zum ersten Mal darauf stößt, versteht sofort, warum das Voynich-Manuskript so berühmt wurde. Es sieht aus, als müsse es eine geheime Botschaft enthalten. Nur konnte bisher niemand zeigen, welche.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="771" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-3r-pflanze-771x1024.jpg" alt="Fantastische Pflanze mit rot-grün gestreiften Blättern auf Folio 3r des Voynich-Manuskripts" class="wp-image-9897" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-3r-pflanze-771x1024.jpg 771w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-3r-pflanze-226x300.jpg 226w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-3r-pflanze-768x1020.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-3r-pflanze-1157x1536.jpg 1157w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-3r-pflanze-1542x2048.jpg 1542w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-3r-pflanze-scaled.jpg 1928w" sizes="(max-width: 771px) 100vw, 771px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beinecke MS 408, fol. 3r. Eine Pflanzenzeichnung, die sich keiner realen Art eindeutig zuordnen lässt. Zu sehen ist aber auch etwas anderes: eine genau organisierte Buchseite aus Wurzel, Stängel, Blättern, Farbe, Beschriftung und Textfläche.</figcaption></figure>



<h2 id="h-was-ist-das-voynich-manuskript" class="wp-block-heading">Was ist das Voynich-Manuskript?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Benannt wurde es nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilfrid_Michael_Voynich">Wilfrid Voynich</a>, einem polnisch-litauischen Buchhändler, der die Handschrift 1912 erwarb und bekannt machte. Wissenschaftlich wird es als Beinecke MS 408 bezeichnet und es wird heute in der <a href="https://beinecke.library.yale.edu/beinecke">Beinecke Rare Book and Manuscript Library der Yale University </a>in New Haven, Connecticut, aufbewahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Radiokarbonanalyse datiert das Pergament in die Zeit zwischen 1404 und 1438, was jedoch nicht bedeutet, dass jede Zeile exakt in diesen Jahren geschrieben wurde. Es gibt aber einen verlässlichen Rahmen. Das Buch stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert. Später befand es sich wahrscheinlich im Umfeld des Prager Hofs von Kaiser Rudolf II., der sich für Kunst, Naturkunde, Alchemie und außergewöhnliche Bücher interessierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Manuskript lässt sich anhand seiner Illustrationen in mehrere Teile gliedern:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>einen großen Pflanzenteil mit ganzseitigen Darstellungen einzelner Gewächse,</li>



<li>einen astronomisch-astrologischen Teil mit Sternen, Kreisen und Tierkreiszeichen,</li>



<li>Seiten mit badenden oder schwimmenden Frauen in grünen Flüssigkeiten und Röhrensystemen,</li>



<li>kosmologische Diagramme und ausklappbare Faltseiten,</li>



<li>einen pharmazeutisch wirkenden Teil mit Pflanzenteilen und Gefäßen sowie</li>



<li>einen Rezeptteil, in dem viele kurze Absätze mit kleinen Sternen markiert sind.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begriffe „botanisch“, „balneologisch“ oder „pharmazeutisch“ sind dabei nur praktische Etiketten. Sie beschreiben, wie die Bilder aussehen. Sie beweisen jedoch nicht, was der Text bedeutet oder worum es in den Abschnitten tatsächlich geht.</p>



<h2 id="h-warum-gilt-es-als-unentziffert" class="wp-block-heading">Warum gilt es als unentziffert?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Voynich-Manuskript ist nicht deshalb unentziffert, weil noch niemand genau hingeschaut hätte. Es wurde bereits von Kryptografen, Historikern, Sprachwissenschaftlern und Computerwissenschaftlern untersucht. Viele der vorgeschlagenen Lösungen klangen zunächst überzeugend: geheime Kurzschrift, verschlüsseltes Latein, eine unbekannte europäische Sprache, Kunstsprache, medizinisches Kompendium, alchemistisches Buch oder aufwendiger Schwindel. Keine dieser Lösungen hat sich bisher durchgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders bekannt ist William F. Friedman. Er zählte im 20. Jahrhundert zu den wichtigsten amerikanischen Kryptologen und leitete im Zweiten Weltkrieg das Team, das die japanische PURPLE-Chiffre knacken konnte. Auch Friedman beschäftigte sich über Jahre mit dem Voynich-Manuskript. Er fand jedoch keinen Schlüssel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet jedoch nicht, dass der Text bedeutungslos ist. Es bedeutet lediglich, dass wir bis heute nicht mit Sicherheit wissen, wie er funktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau an diesem Punkt beginnt meine Frage. Wenn so viele kluge Menschen versucht haben, den Text zu lesen, lohnt es sich vielleicht, das Buch für einen Moment nicht nur als Text, sondern auch als Objekt zu betrachten.</p>



<h2 id="h-angefangen-hat-es-mit-den-pflanzen" class="wp-block-heading">Angefangen hat es mit den Pflanzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über Jahre hinweg habe ich mir die <a href="https://collections.library.yale.edu/catalog/2002046">Digitalisate</a> immer wieder angesehen: mal nur eine Pflanzenseite, mal eine Faltseite und mal die dichten Rezeptseiten am Ende. Wie man das als Gestalter eben tut: nicht zuerst auf der Suche nach einer Lösung, sondern nach der Machart. Zunächst blieb ich an den Pflanzen hängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Pflanzen sehen auf den ersten Blick vertraut aus, bis man versucht, sie zu benennen. Ein Blatt erinnert an ein reales Gewächs, die Wurzel an ein anderes und die Blüte passt zu keinem von beiden. Einige Darstellungen wirken, als seien sie sorgfältig beobachtet worden. Andere sehen aus, als habe jemand aus dem Beobachteten etwas Neues geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann verschlüsseltes Wissen sein. Es kann eine Bildtradition sein, die wir heute nicht mehr verstehen. Es kann auch schlicht die Art und Weise sein, wie mittelalterliche Zeichner mit Vorlagen umgingen: Sie übernahmen sie, veränderten sie, kombinierten sie und trieben sie weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gestalter sehe ich darin vor allem einen Prozess. Eine Form wird nicht einfach kopiert. Sie wird bearbeitet. Man verschiebt Proportionen. Man ersetzt eine Blüte. Oder man lässt eine Wurzel größer werden, weil sie die Seite trägt. Man nimmt etwas Bekanntes und bringt es in eine neue Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht sind die Voynich-Pflanzen deshalb nicht nur ein botanisches Problem. Vielleicht sind sie Bildaufgaben.</p>



<h2 id="h-ein-anderer-blick-auf-ein-buch" class="wp-block-heading">Ein anderer Blick auf ein Buch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin weder Kryptograf noch Mediävist. Ich gestalte und unterrichte. Das ist keine Ersatzqualifikation für historische Forschung. Es ist jedoch ein anderer Blick auf dieselben Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Gestaltung gibt es Gegenstände, die Außenstehenden merkwürdig nutzlos erscheinen, wie beispielsweise Musterbücher, Materialarchive, Studienmappen, Layoutvarianten, Farbproben, interne Präsentationen und Kursportfolios. Sie dienen nicht in erster Linie dazu, Inhalte zu vermitteln. Sie zeigen, was möglich ist. Und sie speichern Erfahrung in Formen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Musterbuch erklärt nicht alles in Worten. Es zeigt anhand von Beispielen, wie eine Linie funktioniert, wie eine Schriftfläche wirkt, wie ein Motiv variiert werden kann oder wie viel Abweichung eine Form verträgt, bevor sie zerfällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Zeit verschob sich mein Blick auf das Voynich-Manuskript. Ich sah nicht länger nur ein Buch, in dem niemand lesen kann, was geschrieben steht. Ich sah ein Buch, in dem sehr viel Arbeit sichtbar wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pergament musste beschafft und vorbereitet werden. Seiten mussten angelegt werden. Textblöcke mussten in die Flächen passen. Bilder mussten Platz finden. Farben mussten aufgetragen werden. Die Faltseiten mussten so geplant werden, dass sie nach dem Zusammenlegen noch funktionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Voynich-Manuskript wurde nicht einfach beschrieben. Es wurde gebaut.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="759" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-innendeckel-beinecke-ms-408-759x1024.jpg" alt="Innendeckel des Voynich-Manuskripts mit Exlibris der Yale University Library" class="wp-image-9900" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-innendeckel-beinecke-ms-408-759x1024.jpg 759w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-innendeckel-beinecke-ms-408-222x300.jpg 222w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-innendeckel-beinecke-ms-408-768x1037.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-innendeckel-beinecke-ms-408-1138x1536.jpg 1138w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-innendeckel-beinecke-ms-408-1517x2048.jpg 1517w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-innendeckel-beinecke-ms-408-scaled.jpg 1896w" sizes="(max-width: 759px) 100vw, 759px" /><figcaption class="wp-element-caption">Innendeckel von Beinecke MS 408. Aufkleber, Signatur und Besitzvermerke erinnern daran, dass das Manuskript nicht nur Text, sondern ein materieller Gegenstand mit einer langen Geschichte ist.</figcaption></figure>



<h2 id="h-meine-these-es-ist-ein-werkstattbuch" class="wp-block-heading">Meine These: Es ist ein Werkstattbuch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein „Werkstattbuch” ist hier weder ein historischer Fachbegriff noch eine gesicherte Bezeichnung für das Voynich-Manuskript. Ich verwende ihn, um eine mögliche Funktion zu beschreiben. Damit ist ein Buch gemeint, das in einem Herstellungszusammenhang verwendet wird. Es bewahrt Muster, hält Varianten fest, zeigt technische Möglichkeiten, sammelt Arbeiten und macht Können sichtbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die entscheidende Idee lautet: Das Buch war möglicherweise weniger eine Botschaft an spätere Leser als ein Objekt für Menschen, die selbst Bücher herstellten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgenden Beobachtungen beweisen eine solche Funktion nicht. Sie sind jedoch mit ihr vereinbar – und genau deshalb lohnt es sich, sie zusammen zu betrachten.</p>



<h2 id="h-vier-dinge-die-dazu-passen" class="wp-block-heading">Vier Dinge, die dazu passen:</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Hoher Aufwand, wenig Prunk</strong></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Das Manuskript ist kein Billigprodukt. Ein Codex aus Pergament dieser Größe erfordert Material und Zeit. Gleichzeitig handelt es sich nicht um ein prachtvoll ausgestattetes Repräsentationsbuch: Es gibt keine Goldgründe, keine große höfische Inszenierung und keine aufwendigen Bordüren auf jeder Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine flüchtige Notizsammlung wirkt das Material ungewöhnlich kostbar. Für einen großen Prestigeauftrag wirkt das Buch erstaunlich zurückhaltend. Das würde zu einem internen Arbeits- oder Schaustück passen, das Qualität vorführt, statt Reichtum auszustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das beweist keine Werkstattfunktion. Es wäre aber mit einer solchen Nutzung vereinbar.</p>



<ol start="2" class="wp-block-list">
<li><strong>Mehrere Hände</strong></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Die Paläographin Lisa Fagin Davis unterschied im Jahr 2020 fünf Schreiberhände. Die genaue Zuordnung einzelner Seiten ist ein Forschungsproblem, doch der wichtige Punkt bleibt: Mehrere Personen arbeiteten an diesem Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das beweist keine Ausbildungsgruppe und auch kein Musterbuch. Mehrere Hände können ebenso gut Ausdruck professioneller, arbeitsteiliger Buchproduktion sein. Interessant ist der Befund trotzdem: Das Manuskript erscheint dadurch weniger als Werk eines einzelnen rätselhaften Autors und stärker als Produkt eines gemeinsamen Herstellungszusammenhangs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darin zeichnet sich zumindest eine kleine Produktionswelt ab – mit gemeinsamen Regeln, unterschiedlichen Handschriften, möglicherweise verschiedenen Aufgaben und einem übergeordneten Ganzen.</p>



<ol start="3" class="wp-block-list">
<li><strong>Der Bogen als Arbeitsfläche</strong></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Untersuchungen von Colin Layfield und <a href="https://manuscriptroadtrip.wordpress.com/2025/01/19/voynich-codicology/">Lisa Fagin Davis</a> lenken die Aufmerksamkeit auf die gefalteten Pergamentbögen, aus denen ein mittelalterlicher Codex zusammengesetzt wird. Im Voynich-Manuskript laufen mehrere Zeichnungen über einen Falz hinweg auf die zugehörige Seite weiter. Zudem lassen sich viele Bifolien – das sind gefaltete Bögen mit vier Seiten – jeweils einer Schreiberhand zuordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass mittelalterliche Codices aus solchen Bögen aufgebaut sind, ist selbstverständlich. Interessant ist hier vielmehr, wie deutlich sich konkrete Arbeitszusammenhänge an den einzelnen Bögen erkennen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schlussfolgerungen aus diesen Befunden werden diskutiert. Für mich ist vor allem eines interessant: Der Bogen war offenbar eine relevante Arbeitseinheit. Das Manuskript entstand möglicherweise nicht in der Reihenfolge der heutigen Seiten, sondern aus einzelnen Einheiten, die erst später zu einem Buch wurden. Auch das beweist keine besondere Funktion. Es verschiebt den Blick aber vom fertigen Buch auf seinen Herstellungsprozess.</p>



<ol start="4" class="wp-block-list">
<li><strong>Text als Form</strong></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Anblick des Voynich-Textes hatte ich lange eine sehr gestalterische Assoziation: Lorem ipsum. Wir verwenden solchen Blindtext, um zu beurteilen, wie ein Layout funktioniert, ohne uns vom Inhalt ablenken zu lassen. Blindtext ist dabei keineswegs formlos. Er erzeugt wiederkehrende Strukturen in Form von Wörtern, Zeilen, Absätzen, Rhythmen und typischen Dichten auf der Seite. Gerade deshalb funktioniert er als Gestaltungsmaterial.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für einen Moment fragte ich mich, ob die Voynich-Schrift etwas Ähnliches leisten könnte: eine Textfläche zu erzeugen, deren visuelle Funktion mindestens ebenso wichtig ist wie ihre Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet jedoch nicht, dass der Voynich-Text Blindtext ist. Seine Zeichenfolgen weisen Strukturen auf, die sich nicht ohne Weiteres als beliebiger Fülltext abtun lassen. Doch genau diese Assoziation brachte mich zu einer anderen Frage: Kann Text zugleich Bedeutung tragen und als Gestaltungsmaterial fungieren?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für meine These muss der Text nicht bedeutungslos sein. Er kann bedeutungsvoll, verschlüsselt oder künstlich erzeugt sein und zugleich als Form fungieren. Schrift erzeugt Zeilenlänge, Rhythmus, Dichte, Wiederholung, Ruhe und Gewicht. Sie kann ein Bild umfließen, ihm Raum lassen oder eine Seite in Spannung setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Voynich-Manuskript ist die Schrift kein Hintergrund. Sie ist Teil der Komposition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das macht das Buch aber nicht automatisch zu einem Werkstattbuch. Es ist jedoch ein Grund, die Schrift nicht ausschließlich als Träger einer verborgenen Botschaft zu betrachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Beobachtung passt zur Werkstattthese. Sie beweist sie jedoch nicht. Und es gibt gute Gründe, vorsichtig zu bleiben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="753" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-84r-badende-frauen-753x1024.jpg" alt="Badende Frauen in grünen Becken auf Folio 84r des Voynich-Manuskripts" class="wp-image-9899" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-84r-badende-frauen-753x1024.jpg 753w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-84r-badende-frauen-221x300.jpg 221w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-84r-badende-frauen-768x1044.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-84r-badende-frauen-1129x1536.jpg 1129w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-84r-badende-frauen-1506x2048.jpg 1506w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-folio-84r-badende-frauen-scaled.jpg 1882w" sizes="(max-width: 753px) 100vw, 753px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beinecke MS 408, fol. 84r. Figuren, Becken, Röhren, Farbe und Text bilden einen zusammenhängenden Bildraum. Was diese Szene bedeutet, ist offen. Wie sorgfältig sie komponiert ist, nicht.</figcaption></figure>



<h2 id="h-was-dagegen-spricht" class="wp-block-heading">Was dagegen spricht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Werkstattthese ist keine Lösung für das Voynich-Manuskript. Sie darf auch nicht so klingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt kein erhaltenes mittelalterliches Buch, das ihm wirklich gleicht. Muster- und Vorlagenbücher sind uns bekannt, etwa das <a href="https://viewer.onb.ac.at/100480FF">Reiner-Musterbuch</a>. Diese enthalten jedoch nachvollziehbare Motive, Alphabete, Figuren und Ornamente. Keines dieser Bücher verbindet Hunderte Seiten unlesbarer Schrift mit einer derart eigensinnigen Bildwelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Annahme, dass Lernende an dem Buch beteiligt waren, ist eine Zuspitzung. Mehrere Hände können ebenso gut zu einer professionellen Werkstatt gehören. Der materielle Befund spricht für einen Herstellungszusammenhang, er beweist jedoch keinen Unterricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich halte die Ausbildungslesart trotzdem für produktiv. Nicht, weil sie alles erklärt, sondern weil sie eine Frage aufwirft, die man tatsächlich prüfen kann.</p>



<h2 id="h-eine-teilhypothese-die-sich-prufen-lasst" class="wp-block-heading">Eine Teilhypothese, die sich prüfen lässt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dieselben Personen einzelne Seiten oder Bögen beschrieben und illustrierten, müssten die Unterschiede zwischen den Schreiberhänden möglicherweise auch in den Zeichnungen sichtbar werden. Dann könnte man untersuchen, ob bestimmte Hände bestimmte Linien zeichnen, Wurzeln anders darstellen, Blätter anders anordnen, Farben anders einsetzen oder Bildflächen anders gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Pflanzenteil wäre dafür ein guter Ausgangspunkt. Dort treffen vergleichbare Bildaufgaben auf unterschiedliche Schreiberhände. Eine unabhängige Bildstilanalyse könnte prüfen, ob sich die Zeichnungen in Gruppen sortieren lassen, die zu den paläographischen Händen passen.</p>



<h3 class="gb-headline gb-headline-10135d75 gb-headline-text">Positives Testergebnis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein positives Ergebnis wäre kein Beweis für eine mittelalterliche Schulklasse und auch noch kein Beweis für ein Werkstattbuch. Es wäre aber ein starkes Indiz dafür, dass einzelne Mitwirkende ihre Seiten oder Bögen als Gesamtleistung aus Schrift und Bild ausgeführt haben.</p>



<h3 class="gb-headline gb-headline-e07738e6 gb-headline-text">Negatives Testergebnis</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein negatives Ergebnis wäre ebenso hilfreich. Dann müsste die These angepasst werden: Schreiber und Zeichner hätten wahrscheinlich getrennt gearbeitet. Die Vorstellung einer Sammlung individueller Gesamtbeiträge würde dadurch schwächer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-sternenabschnitt-textseite-740x1024.jpg" alt="Dicht beschriebene Seite in Voynichese mit Sternen am linken Rand" class="wp-image-9898" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-sternenabschnitt-textseite-740x1024.jpg 740w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-sternenabschnitt-textseite-217x300.jpg 217w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-sternenabschnitt-textseite-768x1063.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-sternenabschnitt-textseite-1110x1536.jpg 1110w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-sternenabschnitt-textseite-1479x2048.jpg 1479w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/08/voynich-manuskript-sternenabschnitt-textseite-scaled.jpg 1849w" sizes="auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beinecke MS 408, fol. 106v. Sternmarkierte Absätze und ein strenger Wiederholungsrhythmus. Der Inhalt bleibt offen, die grafische Ordnung der Seite ist unmittelbar sichtbar.</figcaption></figure>



<h2 id="h-das-manuskript-selbst-ansehen" class="wp-block-heading">Das Manuskript selbst ansehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Original ist nur für begründete Forschungszwecke zugänglich. Aufgrund seiner Fragilität und der vielen Forschungsanfragen stellt die Beinecke Library das Voynich-Manuskript nicht einfach als Ausstellungsstück bereit. Wer das Original für ein konkretes Forschungsprojekt einsehen möchte, muss den Bedarf begründen. Für die allgemeine Nutzung verweist die Bibliothek auf die hochauflösenden Digitalisate und ein Faksimile im Lesesaal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Digitalisate sind allerdings außergewöhnlich gut. Man kann jede Seite einzeln vergrößern, durch den Codex blättern und Bild- und Textflächen genauer studieren, als es vor einer Vitrine möglich wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://collections.library.yale.edu/catalog/2002046">Hier geht es zum vollständigen Digitalisat der Beinecke Library.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch kann ein Bildschirm den Gegenstand nicht ersetzen. Er zeigt Kontur, Farbe und Detail. Gewicht, Oberflächenwirkung, Lichteinfall, Materialspannung und die räumliche Erfahrung eines gefalteten Pergamentbogens bleiben jedoch begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte das Original deshalb trotzdem einmal sehen. Nicht den Bildschirm und nicht den Druck, sondern das Pergament selbst. Wie die Farbe im Streiflicht wirkt. Wo die Tinte in die Haut eingezogen ist. Wie schwer der Band in der Hand liegt. Manche Fragen entstehen erst, wenn man vor einem Gegenstand steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die Seiten lieber groß auf einem Tisch betrachtet, findet in der zweisprachigen Gesamtausgabe von Vera Pache und Klaus Schmeh eine sehr gute Annäherung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vera Pache &amp; Klaus Schmeh:</strong>&nbsp;<a href="https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1070534126?ProvID=15326506&amp;gad_source=1&amp;gad_campaignid=23456584738&amp;gbraid=0AAAAADwkCX6eEX78D-U8ksJhrYBMARq-q&amp;gclid=Cj0KCQjwnbrUBhDOARIsAKKhPpcWhA6PNAKG7zFYsU6lFaJSqtT1GKzn6AmGDAmvo5aLrL1JvkJobWcaAscyEALw_wcB"><em>Das Voynich-Manuskript. The Voynich Manuscript. The Complete Edition. Gesamtdarstellung aller Tafeln der illuminierten Handschrift</em>&nbsp;</a>(Deutsch/Englische Ausgabe). Favoritenpresse, 2024. 288 Seiten. ISBN 978-3-96849-409-8.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist das der Grund, warum mich dieses Buch so in seinen Bann zieht. Es verlangt nicht nur nach einer Lösung. Es verlangt nach Aufmerksamkeit.</p>



<h2 id="h-das-paper-zur-werkstattthese" class="wp-block-heading">Das Paper zur Werkstattthese</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beobachtungen beweisen nicht, dass das Voynich-Manuskript ein Werkstattbuch war. Sie zeigen aber, dass die Frage nach seiner Funktion nicht mit der Frage nach der Entzifferung seines Textes identisch sein muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht war es zugleich Wissensspeicher, Arbeitsobjekt und Demonstration buchmacherischen Könnens. Vielleicht war seine Schrift sehr wohl bedeutungsvoll – nur war das Lesen möglicherweise nicht ihre einzige Funktion.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die ausführliche Fassung meiner These steht als PDF bereit. Darin gehe ich näher auf die Schreiberhände, die Bogenstruktur, den Text als Form, die Einwände sowie den vorgeschlagenen Test zu Bildstilen und Händen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PDF herunterladen: <strong><a href="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/09/voynich-werkstattthese_carsten-bolk_2026.pdf">Das Voynich-</a><a href="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/09/voynich-werkstattthese_carsten-bolk_2026.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Manuskript</a><a href="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/09/voynich-werkstattthese_carsten-bolk_2026.pdf"> als Werkstattbuch?</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text ist unentziffert. Das Objekt ist lesbar.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Widerspruch und Hinweise sind ausdrücklich willkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">E<em>ine verwandte Frage, mit anderen Mitteln gestellt: Woher kommt das Neue, wenn man es nicht ableiten kann? Darüber habe ich mit dem Kreativitätsexperten Mario Pricken gesprochen. Seine Antwort: <a href="https://www.stories4brands.com/punk-entsteht-nicht-aus-daten-mario-pricken-ueber-ki-und-echte-kreativitaet/">Punk entsteht nicht aus Daten.</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bild- und Quellenhinweise</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuskriptabbildungen: Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University, MS 408, Digitalisate über die Yale Library Digital Collections. Die Nutzung erfolgt unter Beachtung der dort ausgewiesenen Access- und Usage-Rights-Bedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ausführlichen wissenschaftlichen und methodischen Quellen zur Werkstattthese sind im begleitenden PDF zu finden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.stories4brands.com/voynich-manuskript-nie-zum-lesen-gedacht/">Vielleicht wurde das Voynich-Manuskript nie zum Lesen gemacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.stories4brands.com">theUntold | stories4brands</a>.</p>
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		<title>Sei kein Prompt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Fachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Content Creation]]></category>
		<category><![CDATA[Sei kein Prompt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach unserem Vortrag „Sei kein Prompt&#8220; auf den&#160;Social Media Marketing Days (SMMDays2026)&#160;des&#160;Rheinwerk-Verlags hat uns Kevin von&#160;„Kevin allein im Marketing&#8220;&#160;wieder zu einem spontanen Podcast-Interview eingeladen. Dieses Mal nicht im Kölner Residenzkino, sondern in der Manufaktur in Mannheim – zwischen alten Braukesseln und Backstein, wo früher der Druck im Kessel groß war und heute die Spannung zwischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach unserem Vortrag „Sei kein Prompt&#8220; auf den&nbsp;<a href="https://smmdays.de/">Social Media Marketing Days (SMMDays2026)</a>&nbsp;des&nbsp;<a href="https://www.rheinwerk-verlag.de/">Rheinwerk-Verlags</a> hat uns Kevin von&nbsp;<a href="https://www.kevinalleinimmarketing.de/">„Kevin allein im Marketing&#8220;</a>&nbsp;wieder zu einem spontanen Podcast-Interview eingeladen. Dieses Mal nicht im <a href="https://www.stories4brands.com/bist-du-echt-oder-schon-ein-avatar/" type="post" id="9527">Kölner Residenzkino</a>, sondern in der Manufaktur in Mannheim – zwischen alten Braukesseln und Backstein, wo früher der Druck im Kessel groß war und heute die Spannung zwischen Mensch und Maschine spürbar ist. Eine Location, die kaum <strong>besser</strong></strong> <strong>hätte passen können.</strong></p>



<figure class="wp-block-embed alignwide is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h3 id="h-vom-hype-zur-haltung" class="wp-block-heading">Vom Hype zur Haltung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Podcast sprechen wir darüber, was sich in einem Jahr in Sachen KI und Content Creation verändert hat – und das ist eine Menge. Die Tools sind besser und leistungsfähiger geworden, die Agenten sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Seit vielen Jahren haben wir zudem gelernt, für Maschinen zu arbeiten: Social-Media-Algorithmen, Erfolgsformeln für mehr Interaktionen oder SEO-, jetzt GEO-Regeln, sollen Sichtbarkeit unserer Inhalte garantieren. Aber eine spannende Verschiebung liegt an diesen SMMDays in der Luft: Die Frage ist nicht weniger, was technisch alles geht und was es dafür braucht, sondern was davon eigentlich noch sinnvoll und menschlich anschlussfähig ist. Wir spüren einen Bruch: Große Marken können der Versuchung nicht widerstehen, den Kontakt zu Ihrer Kundschaft zu automatisieren – aber das Publikum spürt genau das. Der Mensch steht im Mittelpunkt, das mag die Marke vielleicht auf ihrer Website behaupten. Was aber passiert, wenn er im Content fehlt?</p>



<h3 id="h-warum-echt-gerade-wieder-gewinnt" class="wp-block-heading">Warum echt gerade wieder gewinnt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Genau daher drehen wir das Motto &#8222;Human in the Loop&#8220; konsequent weiter. Der Mensch gehört eben nicht nur in die Content Erstellung, sondern auch in den Content selbst: &#8222;Human Inside&#8220;. Wohlgemerkt: Wir reden darüber nicht als KI-Bashing – wir nutzen KI selbst täglich, als Sparringspartner und zum Sortieren und Formulieren unserer Gedanken und Erkenntnisse. Wir integrieren KI in unsere täglich neuen und sich ändernden kreativen und strategischen Workflows. Aber das statistische Mittelmaß der KI kennt eben weder Haltung, noch Handschrift oder eine Herkunft. Dieser spannende Dreiklang war auch Thema in unserem Workshop &#8222;<a href="https://smmdays.de/workshops/berens-bolk-ki-fuer-content/">Human Inside: KI für Content mit Persönlichkeit</a>&#8220; . Wer also den Kontakt mit Menschen an die Maschine delegiert, verliert das, was ihn unterscheidbar macht. Der Weg führt mitten hindurch: hier der Mensch, dort die KI, die nicht mehr weggeht. Daher unser Motto: &#8222;Sei kein Prompt!&#8220;</p>



<h3 id="h-ein-lagerfeuer-am-braukessel" class="wp-block-heading">Ein Lagerfeuer am Braukessel</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dank Kevin fühlt sich das Gespräch wieder an wie ein lockerer Schnack – diesmal nicht an der Kinobar, sondern auf der wunderschönen Terrasse vorm Kesselraum einer alten Manufaktur in Mannheim. Ein Content-Lagerfeuer unter Gleichgesinnten, gewärmt von der Erkenntnis, dass viele Creator sich nach echtem Austausch sehnen, auch wenn, oder gerade weil das KI-Thema so omnipräsent ist. Und weil wir uns einig sind, dass die KI-Müdigkeit zwar real ist, aber keine Entschuldigung sein darf, sich wegzuducken, machen wir weiter.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/vortrag-berens-bolk-1024x1024.png" alt="Sei kein Prompt! Vortrag von theUntold Berens &amp; Bolk auf den SMMDays2026" class="wp-image-9799" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/vortrag-berens-bolk-1024x1024.png 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/vortrag-berens-bolk-300x300.png 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/vortrag-berens-bolk-150x150.png 150w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/vortrag-berens-bolk-768x768.png 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/vortrag-berens-bolk-1536x1536.png 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/vortrag-berens-bolk.png 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sei kein Prompt! Unser Vortrag auf den SMMDays2026.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben mit Kevin noch eine kleine Wette geschlossen: In einem Jahr sitzen wir wieder auf den SMMDays, wenn der Rheinwerk-Verlag es so möchte. Dann beziehen wir uns auf genau diese Folge und schauen, was eingetreten ist – und was nicht. Carsten wartet ja immer noch auf das wirklich neue kreative Momentum, das nur mit KI möglich wird. Ob es bis dahin da ist? Wir sehen uns nächstes Jahr. Versprochen. Und auch ein bisschen gedroht.</p>



<h2 id="h-neugierig-auf-mehr-content-creation-mit-ki" class="wp-block-heading">Neugierig auf mehr Content Creation mit KI?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lust auf mehr? Das <a href="https://www.stories4brands.com/tag/theuntold-kontakt/" type="post_tag" id="506">kontaktieren</a> Sie uns. Gerne halten wir auch eine Keynote auf Ihrem Event oder richten einen <a href="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2019/01/theuntold_website_leistungen-bilder_201901045.jpg" type="attachment" id="5195">KI-Workshop</a> für Ihr Unternehmen und Ihre Marke aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Gespräch über Handschrift, Haltung und Herkunft in der Content Kreation mit KI ist auch ein Vorgeschmack auf unsere dritte, vollständig überarbeitete Auflage von <strong><a href="https://www.stories4brands.com/unsere-fachbuecher/">„Content Creation mit KI“ </a></strong>von <a href="https://www.stories4brands.com/theuntold-andreas-berens-und-carsten-bolk/andreas_berens/">Andreas Berens</a> und <a href="https://www.stories4brands.com/theuntold-andreas-berens-und-carsten-bolk/carsten-bolk/">Carsten Bolk.</a> Die neue, völlig überarbeitete Auflage zeigt auf über 700 Seiten Workflows, Prompts und Inspiration, wie Sie Content mit KI kreieren können. Unter anderem erfahren Sie, wie Sie KI-Agenten nicht nur als Effizienz-Tool, sondern zur Inspiration und Bestandteil Ihrer Markenkommunikation nutzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jetzt bei&nbsp;<a href="https://www.amazon.de/Content-Creation-mit-Midjourney-ElevenLabs/dp/3367114200/ref=asc_df_3367114200?mcid=4b94ba2753ee31bc9f3481e301af5577&amp;th=1&amp;psc=1&amp;tag=googshopde-21&amp;linkCode=df0&amp;hvadid=798360884563&amp;hvpos=&amp;hvnetw=g&amp;hvrand=10926228466933084252&amp;hvpone=&amp;hvptwo=&amp;hvqmt=&amp;hvdev=c&amp;hvdvcmdl=&amp;hvlocint=&amp;hvlocphy=9044556&amp;hvtargid=pla-2473221574205&amp;psc=1&amp;hvocijid=10926228466933084252-3367114200-&amp;hvexpln=0">Amazon</a>&nbsp;oder&nbsp;<a href="https://www.rheinwerk-verlag.de/content-creation-mit-ki_6258/?gad_source=1&amp;gad_campaignid=17469249294&amp;gbraid=0AAAAADkLDnTKQvq4iChTIdQBf8VJeJbvM&amp;gclid=CjwKCAjwn4vQBhBsEiwAq3hhN7b9BLQ-s1p_pZ_gjbRqlnb6_mrMh9QRKa6xZylR6UPUWjDOfyzVchoCUNgQAvD_BwE">Rheinwerk</a>&nbsp;vorbestellen:</strong></p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><a href="https://www.amazon.de/Content-Creation-mit-Midjourney-ElevenLabs/dp/3367114200/ref=asc_df_3367114200?mcid=4b94ba2753ee31bc9f3481e301af5577&amp;th=1&amp;psc=1&amp;tag=googshopde-21&amp;linkCode=df0&amp;hvadid=798360884563&amp;hvpos=&amp;hvnetw=g&amp;hvrand=10926228466933084252&amp;hvpone=&amp;hvptwo=&amp;hvqmt=&amp;hvdev=c&amp;hvdvcmdl=&amp;hvlocint=&amp;hvlocphy=9044556&amp;hvtargid=pla-2473221574205&amp;psc=1&amp;hvocijid=10926228466933084252-3367114200-&amp;hvexpln=0"><img loading="lazy" decoding="async" width="893" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage-893x1024.jpg" alt="" class="wp-image-9753" style="aspect-ratio:0.8721043410550905;width:440px;height:auto" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage-893x1024.jpg 893w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage-262x300.jpg 262w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage-768x881.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage.jpg 1308w" sizes="auto, (max-width: 893px) 100vw, 893px" /></a></figure>
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		<title>Tory – wenn die KI-Agentin zur Markenbotschafterin wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 14:51:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cases]]></category>
		<category><![CDATA[Eigene Fachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Mitarbeiterin, die rund um die Uhr ansprechbar ist – ob im Chat auf der Website oder am Telefon. Und die an jedem Touchpoint den passenden Ton trifft: in E-Mails, in Präsentationen, Markenfilmen und sogar auf der Messe? Was nach Science-Fiction klingt, ist genau das, was Fresenius Umwelttechnik mit Tory praktisch umsetzt: eine KI-Agentin als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Mitarbeiterin, die rund um die Uhr ansprechbar ist – ob im Chat auf der Website oder am Telefon. Und die an jedem Touchpoint den passenden Ton trifft: in E-Mails, in Präsentationen, Markenfilmen und sogar auf der Messe? Was nach Science-Fiction klingt, ist genau das, was Fresenius Umwelttechnik mit Tory praktisch umsetzt: eine KI-Agentin als Markenbotschafterin.</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignfull size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-ai-agent-von-fresenius-umweltmesstechnik.webp" alt="Tory ist die KI-Agentin von Fresenius, hier im Business-Attire.
" class="wp-image-9761" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-ai-agent-von-fresenius-umweltmesstechnik.webp 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-ai-agent-von-fresenius-umweltmesstechnik-300x169.webp 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-ai-agent-von-fresenius-umweltmesstechnik-768x432.webp 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">KI-Agentin Tory als wiedererkennbare Markenbotschafterin (Quelle Bild: Fresenius Website).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">KI-Agenten sind in vielen Bereichen inzwischen ein großer Hype. Allerdings wird deren Einsatz bisher vor allem als Effizienzthema besprochen. Aus Marketingsicht können sie aber auch zu einer Sache des Brandings werden: Wer einem Agenten ein Gesicht und einen mit den markenrelevanten Eigenschaften ausgestatteten Charakter mit auf den Weg gibt, entwickelt nicht nur agentische Software. Sondern kreiert zugleich eine wiedererkennbare, idealerweise auch geschätzte Repräsentantin der eigenen Marke.</p>



<h2 class="gb-headline gb-headline-82d78bd7 gb-headline-text">Tory reagiert sofort und in Echtzeit </h2>



<p class="wp-block-paragraph">KI-Agentin Tory arbeitet für Fresenius Umwelttechnik. Sie scheint Mitte 20 zu sein. Meist trägt sie einen blauen Anzug und ein weißes Hemd. Sie hat blonde Haare, blaue Augen, wirkt selbstsicher und zugänglich zugleich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-im-vertrieb-und-beratung-auf-der-website-im-chat-1-1024x632.png" alt="" class="wp-image-9777" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-im-vertrieb-und-beratung-auf-der-website-im-chat-1-1024x632.png 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-im-vertrieb-und-beratung-auf-der-website-im-chat-1-300x185.png 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-im-vertrieb-und-beratung-auf-der-website-im-chat-1-768x474.png 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-im-vertrieb-und-beratung-auf-der-website-im-chat-1-1536x948.png 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-im-vertrieb-und-beratung-auf-der-website-im-chat-1-2048x1264.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kundinnen und Kunden bevorzugen den Chat. Tory dokumentiert die Gespräche direkt (Quelle Bild: Fresenius Website)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der <a href="https://freseniusinstruments.com/solutions/">Website</a> kombiniert Tory im Chat umfangreiches Fachwissen des Unternehmens mit Geschwindigkeit. Sie hilft Kundinnen und Kunden von der ersten Informationssuche bis hin zur individuellen Lösungsempfehlung. Sie hört zunächst geduldig zu und nimmt die notwendigen Informationen auf. Aber dann reagiert sie sofort und in Echtzeit, ausgerichtet an Branche, Zielen und individuellen Bedürfnissen der Kundschaft. Und trotz dieser Kompetenz und Fertigkeit schreit nichts an ihr &#8222;Chatbot&#8220;. Sondern: „Ich verstehe Ihr Geschäft, und ich bin für Sie da.&#8220; Mit Erfolg?</p>



<h2 id="h-aus-mehreren-tagen-werden-30-minuten" class="wp-block-heading">Aus mehreren Tagen werden 30 Minuten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die entsprechenden Zahlen von Fresenius Umwelttechnik sprechen eine klare Sprache. 70 Prozent der Interessentinnen und Interessenten, die auf der Website zuvor das klassische Kontaktformular genutzt hatten, bevorzugen heute den Chat mit Tory. In einigen Fällen ist die Zeit, bis alle relevanten technischen Informationen über einen Kundenprozess vorliegen, von mehreren Tagen auf 30 Minuten gesunken. Ein echter Effizienzgewinn für Kunden und Unternehmen: „Alle Gespräche sind sofort dokumentiert, ohne dass jemand noch etwas tun muss&#8220;, fasst Alexander Scharff, Senior Marketing Manager bei Fresenius Umwelttechnik und einer der Macher hinter Tory,  zusammen. Und wohlgemerkt: Tory ergänzt das Vertriebsteam auf diese Weise. Sie ersetzt es nicht, sondern arbeitet ihm vielmehr zu.</p>



<figure class="wp-block-image alignfull size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="649" height="367" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-fresenius-markenfilm.png" alt="" class="wp-image-9760" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-fresenius-markenfilm.png 649w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-fresenius-markenfilm-300x170.png 300w" sizes="auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HcvUhS19jnw">Trailer</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HcvUhS19jnw">Markenfilm</a> tritt KI-Agentin Tory auf (Quelle Bild: Fresenius YouTube).</figcaption></figure>



<h2 class="gb-headline gb-headline-84bdfcf7 gb-headline-text">Tory, eine KI mit Gesicht – und das aus wissenschaftlichem Grund</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="h-dass-die-ki-ein-gesicht-bekam-steckt-keine-marketing-masche-sondern-eine-bewusste-psychologische-entscheidung-der-macher-der-ki-agentin-ein-menschliches-antlitz-zu-geben-denn-menschen-reagieren-ausserordentlich-stark-auf-gesichter-das-geht-so-weit-dass-wir-sogar-in-zufalligen-strukturen-gesichter-zu-erkennen-glauben-bekannte-beispiele-sind-vorbeiziehende-wolken-die-scheinbar-augen-und-mund-formen-oder-die-taglichen-milchschaummuster-in-der-kaffeetasse-die-wissenschaft-nennt-das-face-pareidolia">Dass die KI ein Gesicht bekam, ist keine Marketing-Masche, sondern eine bewusste psychologische Entscheidung der Macher. Denn Menschen reagieren stark auf Gesichter. Das geht so weit, dass wir sogar in zufälligen Strukturen Gesichter zu erkennen glauben. Bekannte Beispiele sind vorbeiziehende Wolken, die scheinbar Augen und Mund formen oder die täglichen Milchschaummuster in der Kaffeetasse. Die Wissenschaft nennt das&nbsp;<em>Face Pareidolia</em>.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Mensch-Computer-Interaktion ist seit Jahrzehnten bekannt, dass wir Technik sozialer behandeln, sobald sie menschliche Züge zeigt. Daher erschienen herkömmliche Chatbots auch als Avatare auf Websites. Was sie aber nicht unbedingt intelligenter machte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Torys Fall, in der sich nun fortschrittliche KI und menschliches Antlitz verbinden, ist das nun anders. Für manch einen fühlt sich die Kombination vielleicht unbehaglich an – das ist der sogenannte Uncanny-Valley-Effekt. Aber die Akzeptanz bei den Nutzerinnen und Nutzern der Website ist spürbar höher als bei einem gesichtslosen Chat. Alexander Scharff bringt das so auf den Punkt: „Wir haben erkannt, dass Akzeptanz bei KI nicht nur über die Funktion, sondern auch über die Beziehung entsteht.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignfull size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="655" height="368" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-von-freseius-im-produktvideo.png" alt="" class="wp-image-9765" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-von-freseius-im-produktvideo.png 655w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/tory-von-freseius-im-produktvideo-300x169.png 300w" sizes="auto, (max-width: 655px) 100vw, 655px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tory präsentiert <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JoLYxfOKBiA">Produkte</a> im Video (Quelle Bild: Fresenius YouTube),</figcaption></figure>



<h2 id="h-markenbotschafterin-ohne-ausfall" class="wp-block-heading">Markenbotschafterin ohne Ausfall</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tory ist deshalb mehr als nur ein KI-Agent. Sie soll an allen Touchpoints vermitteln, was eine gute Markenrepräsentation auch im realen Leben ausmacht. Sie hat dafür eine konsistente Brand-Persona mit Story-Elementen. Dabei achtet das Unternehmen auf ein stabiles Erscheinungsbild über alle Kanäle hinweg. Ob im Website-Chat, am Telefon, im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JoLYxfOKBiA">Produkt</a>&#8211; und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HcvUhS19jnw">Markenvideo</a> oder am Messestand: &#8222;Tory soll immer Tory bleiben, markenkonsistent, daran arbeitet derzeit das Team&#8220;, so Scharff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau dadurch eröffnet sich den Marketing-Verantwortlichen eine spannende Perspektive. Wenn eine Figur über längere Zeit hinweg bestimmte Eigenschaften verkörpert, wie etwa fachliche Kompetenz und Nahbarkeit, übertragen sich diese in der Wahrnehmung auf das Unternehmen und seine Marke. Tory ist laut Scharff also nicht nur KI-Servicekraft, sondern eben auch Imageträgerin. Und sie hat dabei noch einen entscheidenden Vorteil: „Eine KI-Persona reduziert typische Risiken wie den Ausfall&#8220;, erläutert Scharff. Es gibt auch keinen Wechsel zur Konkurrenz samt Wissensabfluss. Stattdessen gibt es eine Markenfigur, die rund um die Uhr ansprechbar und  in jedem Kanal wiedererkennbar ist und dabei immer dieselbe Markentonalität trifft. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Tory beschleunigt dabei nicht nur den Angebots- und Serviceprozess. Selbst auf Branchenmessen zieht das Konzept Aufmerksamkeit auf sich. Hier unterstützt die KI-Agentin Vorträge, wie hier zu Emissionsmessung und Automatisierung mithilfe von Gasmesstechnik. Wettbewerber, die den Stand besuchen, gratulierten Scharffs Team bereits zur Tory-Idee.</p>



<figure class="wp-block-image alignfull size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/messestand-fresenius-1024x768.jpg" alt="Tory führt auch durch die Präsentation am Messestand." class="wp-image-9756" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/messestand-fresenius-1024x768.jpg 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/messestand-fresenius-300x225.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/messestand-fresenius-768x576.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/messestand-fresenius-1536x1152.jpg 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/messestand-fresenius-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Fresenius-Messestand auf der IFAT Munich 2026 (4.-7. Mai 2026) unterstützt Tory bei der Präsentation (Quelle Bild: Fresenius Umwelttechnik)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Merke: Der nächste Schritt im Marketing ist nicht unbedingt der effizientere Agent, sondern der bessere Markenauftritt. Wer in KI mehr sieht als nur ein Effizienztool – nämlich wie hier beispielsweise eine bewusst gestaltete Markenbotschafterin mit KI– schöpft das ganze Potenzial aus, die Content Creation mit KI uns bietet.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 id="h-neugierig-auf-mehr-content-creation-mit-ki" class="wp-block-heading">Neugierig auf mehr Content Creation mit KI?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Artikel ist ein Vorgeschmack auf die dritte, vollständig überarbeitete Auflage von <strong><a href="https://www.stories4brands.com/unsere-fachbuecher/">„Content Creation mit KI&#8220;</a> </strong>von <a href="https://www.stories4brands.com/theuntold-andreas-berens-und-carsten-bolk/andreas_berens/">Andreas Berens</a> und <a href="https://www.stories4brands.com/theuntold-andreas-berens-und-carsten-bolk/carsten-bolk/">Carsten Bolk.</a> Die neue, völlig überarbeitete Auflage zeigt auf über 700 Seiten Workflows, Prompts und Inspiration, wie Sie Content mit KI kreieren können. Unter anderem erfahren Sie, wie Sie KI-Agenten nicht nur als Effizienz-Tool, sondern zur Inspiration und Bestandteil Ihrer Markenkommunikation nutzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jetzt bei <a href="https://www.amazon.de/Content-Creation-mit-Midjourney-ElevenLabs/dp/3367114200/ref=asc_df_3367114200?mcid=4b94ba2753ee31bc9f3481e301af5577&amp;th=1&amp;psc=1&amp;tag=googshopde-21&amp;linkCode=df0&amp;hvadid=798360884563&amp;hvpos=&amp;hvnetw=g&amp;hvrand=10926228466933084252&amp;hvpone=&amp;hvptwo=&amp;hvqmt=&amp;hvdev=c&amp;hvdvcmdl=&amp;hvlocint=&amp;hvlocphy=9044556&amp;hvtargid=pla-2473221574205&amp;psc=1&amp;hvocijid=10926228466933084252-3367114200-&amp;hvexpln=0">Amazon</a> oder <a href="https://www.rheinwerk-verlag.de/content-creation-mit-ki_6258/?gad_source=1&amp;gad_campaignid=17469249294&amp;gbraid=0AAAAADkLDnTKQvq4iChTIdQBf8VJeJbvM&amp;gclid=CjwKCAjwn4vQBhBsEiwAq3hhN7b9BLQ-s1p_pZ_gjbRqlnb6_mrMh9QRKa6xZylR6UPUWjDOfyzVchoCUNgQAvD_BwE">Rheinwerk</a> vorbestellen:</strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.amazon.de/Content-Creation-mit-Midjourney-ElevenLabs/dp/3367114200/ref=asc_df_3367114200?mcid=4b94ba2753ee31bc9f3481e301af5577&amp;th=1&amp;psc=1&amp;tag=googshopde-21&amp;linkCode=df0&amp;hvadid=798360884563&amp;hvpos=&amp;hvnetw=g&amp;hvrand=10926228466933084252&amp;hvpone=&amp;hvptwo=&amp;hvqmt=&amp;hvdev=c&amp;hvdvcmdl=&amp;hvlocint=&amp;hvlocphy=9044556&amp;hvtargid=pla-2473221574205&amp;psc=1&amp;hvocijid=10926228466933084252-3367114200-&amp;hvexpln=0"><img loading="lazy" decoding="async" width="893" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage-893x1024.jpg" alt="" class="wp-image-9753" style="aspect-ratio:0.8721043410550905;width:427px;height:auto" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage-893x1024.jpg 893w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage-262x300.jpg 262w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage-768x881.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2026/05/content-creation-mit-ki-3.auflage.jpg 1308w" sizes="auto, (max-width: 893px) 100vw, 893px" /></a></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.stories4brands.com/tory-wenn-die-ki-agentin-zur-markenbotschafterin-wird/">Tory – wenn die KI-Agentin zur Markenbotschafterin wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.stories4brands.com">theUntold | stories4brands</a>.</p>
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		<title>Wir sind 10 geworden.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2025 09:45:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[10 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[storytelling4brands]]></category>
		<category><![CDATA[theUntold]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2025 bedeutet: 10 Jahre theUntold. Und damit geht für uns ein wirklich besonderes Jahr zu Ende. Zehn Jahre theUntold – digital Storytelling4Brands. Zehn Jahre Neugier, Lernen, Kreation.Zehn Jahre digitale Transformation für Marken – erst mit Content Marketing, mittendrin trotz oder gerade wegen Covid, und heute mitten in der KI-Revolution. Blicken wir zurück, staunen wir selbst. [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">2025 bedeutet: 10 Jahre theUntold. Und damit geht für uns ein wirklich besonderes Jahr zu Ende.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zehn-jahre-theuntold-digital-storytelling4brands">Zehn Jahre theUntold – digital Storytelling4Brands.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zehn Jahre Neugier, Lernen, Kreation.<br>Zehn Jahre digitale Transformation für Marken – erst mit Content Marketing, mittendrin trotz oder gerade wegen Covid, und heute mitten in der KI-Revolution. Blicken wir zurück, staunen wir selbst.<br><br>Was aber diese zehn Jahre wirklich ausmacht, sind Sie, seid <a href="https://www.stories4brands.com/tag/unsere-kunden/">Ihr</a>.&nbsp;Menschen, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben.&nbsp;Eine gewachsene Community treuer Partner, die mit uns gedacht, diskutiert, gezweifelt, ausprobiert und weitergedacht hat.&nbsp;In Projekten, Workshops, Seminaren, Gesprächen, auf Bühnen – manchmal auch einfach zwischen zwei Terminen und online.<br></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-letzten-drei-jahre-waren-ein-heisser-ritt-auf-dem-ki-vulkan">Die letzten drei Jahre waren ein heißer Ritt auf dem KI-Vulkan. </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit viel Bewegung, auch mit Unsicherheit, aber zugleich auch mit vielen neuen inspirierenden Möglichkeiten. Wir haben gemeinsam ausprobiert, hinterfragt und gelernt.&nbsp;<br><br>Daraus sind völlig neue Arbeitsweisen entstanden, neue Perspektiven – und sogar ein <a href="https://www.rheinwerk-verlag.de/content-creation-mit-ki/?srsltid=AfmBOoobUBSiv5OUOTvO3dzG1cWQN9WgmSEhuyuB7UiJRKlqYlJmdqYK">Fachbuch, das zum Bestseller</a> wurde.&nbsp;Nicht geplant. Aber genau zur richtigen Zeit.<br><br>Dafür sagen wir Danke.&nbsp;Für Ihr und Euer Vertrauen. Für die Offenheit. Für die Neugier.&nbsp;Und für die Bereitschaft, den aktuellen Wandel nicht nur zu beobachten, sondern aktiv mit uns zu gestalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-vor-uns-liegt-kennen-wir-nicht-im-detail">Was vor uns liegt, kennen wir nicht im Detail. </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wir wissen, dass wir diese neue KI-Ära mit gestalten möchten: mit Haltung und, ja, mit Mut.  Nicht jeder Hype muss mitgemacht werden – aber die aktuellen Veränderungen verdienen unser aller Aufmerksamkeit und Verantwortung.<br><br>Wir freuen uns auf das, was kommt. Gemeinsam mit Ihnen. Gemeinsam mit Euch.<br><br>Erholsame Feiertage und einen neugierigen, mutigen Start ins neue Jahr!</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;Carsten &amp; Andreas</p>



<p class="wp-block-paragraph">P.S.: Und ja, das Bild ist KI-generiert <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>„Punk entsteht nicht aus Daten“ – Mario Pricken über KI und echte Kreativität.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 06:48:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[ChatGPT]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativtechniken]]></category>
		<category><![CDATA[Kribbeln im Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Pricken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kribbeln im Kopf, Mut zum Normbruch und KI als Sparringspartner. Im Interview erklärt Mario Pricken, warum „schön“ noch lange nicht „gut“ ist, wie er mithilfe von KI seine Ideen schärft und weshalb das große C der Kreativität menschlich bleibt. Der österreichische Kreativitätsexperte und Innovationsberater ist Autor des Standardwerks „Kribbeln im Kopf“ (über 100.000 verkaufte Exemplare) [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kribbeln im Kopf, Mut zum Normbruch und KI als Sparringspartner. Im Interview erklärt <a href="https://mariopricken.com">Mario Pricken</a>, warum „schön“ noch lange nicht „gut“ ist, wie er mithilfe von KI seine Ideen schärft und weshalb das große C der Kreativität menschlich bleibt. Der österreichische Kreativitätsexperte und Innovationsberater ist Autor des Standardwerks <a href="https://mariopricken.com/dein-kribbeln-im-kopf/">„Kribbeln im Kopf“</a> (über 100.000 verkaufte Exemplare) und erforscht in „Die Aura des Wertvollen“, was Produkte wirklich begehrenswert macht.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-mann-hinter-kribbeln-im-kopf">Der Mann hinter „Kribbeln im Kopf“.</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele kennen dich durch dein Standardwerk zur Kreativität. Für alle anderen: Welche kurze Geschichte über dich macht sofort Lust auf mehr?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mache im Kern genau das, was ich bin – nichts Aufgesetztes, nichts nur theoretisch Erlerntes. Schon als Kind war mein Lieblingsmärchen „Des Kaisers neue Kleider“. Diese Perspektive von außen begleitet mich bis heute: rauszoomen, Dinge so sehen, wie sie sind, und daraus Spielräume eröffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Jahre habe ich mit Teams gearbeitet, Methoden getestet und vor allem praktisch geübt. Theorie ist wichtig, aber ohne Tun bleibt sie leer. So hat sich bei mir ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, wie man Menschen schnell in einen kreativen Zustand versetzt – heute auch mit Unterstützung von KI.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/buch-kribbeln-im-kopf2-1024x678.png" alt="Kribbeln im Kopf Buch von Mario Pricken - Kreativitätstechniken und Brain-Tools für Werbung und Design" class="wp-image-9644" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/buch-kribbeln-im-kopf2-1024x678.png 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/buch-kribbeln-im-kopf2-300x199.png 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/buch-kribbeln-im-kopf2-768x509.png 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/buch-kribbeln-im-kopf2.png 1057w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Standardwerk: &#8222;Kribbeln im Kopf&#8220; von Mario Pricken – seit über 20 Jahren die Bibel für Kreative. Das Buch zeigt systematische Wege zu außergewöhnlichen Ideen.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann hattest du das letzte Mal dieses berühmte „Kribbeln im Kopf“?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Täglich. Ich arbeite seit zweieinhalb Jahren jeden Tag zwei bis vier Stunden mit KI. Oft reicht ein einziges Wort in einer Antwort, das mich komplett in eine neue Richtung katapultiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern zum Beispiel wollte ein Kunde sein Event emotionaler gestalten. Ich habe der KI gesagt: „Gib mir Momente, in denen Menschen weinen – aber vor Freude.“ Die KI spuckte aus: „Wenn Gehörlose zum ersten Mal hören.“ Boom! Daraus entstand die Idee, das Event mit einem Moment absoluter Stille zu beginnen, bevor die Musik einsetzt. Die KI lieferte also nicht die Lösung, sondern den entscheidenden Impuls.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ki-als-kreativer-sparringspartner">KI als kreativer Sparringspartner</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn du „Kribbeln im Kopf“ heute neu schreiben würdest, was würde sich durch KI ändern?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Denkstrategien aus dem Buch sind universell, sie funktionieren branchenübergreifend und sind heute sogar noch relevanter. Wer mit KI arbeiten will, sollte diese Strategien bewusst beherrschen, so wie man Yoga übt oder jongliert: Man wiederholt die Übungen, bis sie ins Muskelgedächtnis übergegangen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend ist, dass KI extrem gut in Mustererkennung und Analogiebildung ist. Sie kann in völlig fachfremden Bereichen Lösungen finden. Stell dir zum Beispiel vor, du möchtest offenporiges Hartholz vor Schimmel schützen. Ein Mensch bleibt schnell im „Holz“-Denken stecken. Eine KI hingegen springt mühelos in die Medizin und fragt: „Wie verhindert man dort Pilz- oder Bakterienbefall nach Operationen?” Aus solchen Analogien entstehen neue Lösungswege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde also keine neuen „Tricks” hinzufügen, sondern zeigen, wie man die Arbeitsweise von KI nutzt: das Spielfeld öffnen, ohne die eigene Urteilskraft abzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das klingt fast zu schön. Wenn KI so genial für Kreativität ist, warum nutzen es dann nicht längst alle Kreativen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Mario lacht) Gute Frage! Viele haben Angst. Angst, ersetzt zu werden, Angst vor dem Kontrollverlust oder sie denken, es sei Betrug an der eigenen Kreativität. Manche probieren es einmal, bekommen mittelmäßige Ergebnisse und geben auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem ist: Die meisten nutzen KI wie Google – Frage rein, Antwort raus. Aber so funktioniert das nicht. Es ist wie &#8230; du gibst jemandem einen Pinsel und sagst: „Mal mal was Schönes.“ Ohne Technik, ohne Dialog wird das nichts. Man muss lernen, mit der KI zu tanzen, nicht ihr Befehle zu geben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nimm uns mit in deinen Prozess! Wie tanzt du konkret mit der KI?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;„Ich starte gern bei Null und lade die KI bewusst ins Spiel ein: ‚Magst du das Thema mit mir erarbeiten?‘“ Anstatt sofort einen perfekten Prompt zu setzen, gehe ich in einen Dialog. Daraus entsteht ein maßgeschneiderter Prompt, den ich an eine zweite KI zum Probelauf gebe. Diese zeigt mir, wo etwas noch unklar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Feedback fließt zurück und der Prompt wird so lange geschärft, bis die Ergebnisse zufriedenstellend sind. Wenn der Testlauf enttäuschend ausfällt, iteriere ich: eine Runde Klarheit, eine Runde Schärfung. Oft reicht ein einziges Wort, um die Richtung zu ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und was, wenn die KI mal komplett versagt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Oh, das passiert ständig! Letzte Woche wollte ich Ideen für eine Kampagne zum Thema Einsamkeit. Die KI hat mir 20 Varianten von ‚Menschen umarmen sich‘ geliefert. Klischee-Alarm! Da merkst du: Die Maschine reproduziert Muster. Sie hat keine Ahnung, wie sich Einsamkeit wirklich anfühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also bin ich anders rangegangen und habe gefragt: „Was machen Menschen, wenn niemand zuschaut?” Plötzlich kamen ganz andere Antworten: Mit Haustieren reden, den Fernseher als Hintergrundgeräusch laufen lassen, aus Gewohnheit zwei Teller decken. Das waren brauchbare Ausgangspunkte für inspirierende Gedankenspiele.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="569" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/mariopricken-visuellekreativitaet_seite_001-e1627219303158-1024x569.png" alt="Visuelle Kreativität eBook Cover von Mario Pricken - kostenloser Download" class="wp-image-9649" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/mariopricken-visuellekreativitaet_seite_001-e1627219303158-1024x569.png 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/mariopricken-visuellekreativitaet_seite_001-e1627219303158-300x167.png 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/mariopricken-visuellekreativitaet_seite_001-e1627219303158-768x427.png 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/mariopricken-visuellekreativitaet_seite_001-e1627219303158.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Buchtipp zum Weiterlesen: Mario Pricken bietet sein Praxishandbuch &#8222;Visuelle Kreativität&#8220; als <a href="https://mariopricken.com/visuelle-kreativitaet-download/">kostenloses eBook</a> an. Auf 240 Seiten finden Kreative aus Werbung, 3D-Animation und Games spezielle Techniken für neue Bildwelten. Das Buch zeigt, wie man innere Vorstellungsbilder als Inspirationsquelle nutzt und visuelles Denken in neue Richtungen lenkt.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warum-schon-noch-lange-nicht-gut-ist">Warum schön noch lange nicht gut ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Form vs. Inhalt – was passiert mit Markengeschichten, wenn Maschinen mitschreiben?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;„Wenn Maschinen mitschreiben, werden Markengeschichten oft glatter und schneller produziert, aber auch homogener. Derzeit erleben wir einen Rausch um die Form, also darum, wie etwas an der Oberfläche aussieht: großartiger Look, perfekte Bildwelten, umwerfende Designs. Aber wir merken allmählich, dass es sich um tote Bildhüllen handelt – schön allein reicht eben nicht. Ohne eine starke Idee bleibt es Dekor, selbst wenn es glänzt. Eine geniale Idee hingegen begeistert selbst dann, wenn sie nur schnell auf eine Serviette gekritzelt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei KI kommt noch etwas hinzu: Am Anfang staunst du, weil sie so viel auspackt. Mit der Zeit merkst du jedoch, dass sie sich oft wiederholt und in Variationen ihrer selbst erschöpft. Genau deshalb bleibt der Mensch gefragt, der sich die Frage stellt: „Was ist hier eigentlich die Idee?“ Erst wenn diese Frage beantwortet ist, darf es schön werden – nicht umgekehrt.&nbsp;</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p><strong>„Form ohne Inhalt funktioniert nicht. Eine geniale Idee hingegen begeistert selbst dann, wenn sie nur schnell auf einer Serviette gekritzelt wurde.“</strong></p><cite>Mario Pricken</cite></blockquote></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Woran merkst du im Alltag, dass eine Idee wirklich trägt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stelle mir einfache, menschliche Fragen: Rührt mich das? Lache ich? Lerne ich etwas? Wenn nichts davon passiert, fehlt die Substanz – dann muss ich zurück zur Idee. Die KI liefert mir Rohmaterial und öffnet das Feld, aber die Entscheidung, was Bedeutung hat, treffe immer noch ich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-aura-des-wertvollen">Die Aura des Wertvollen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In deinem Buch <a href="https://mariopricken.com/die-aura-des-wertvollen/">„Die Aura des Wertvollen“</a> erforschst du, was Produkte begehrenswert macht. Was macht eine Idee heute wertvoll – in Zeiten, in denen Inhalte im Sekundentakt entstehen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stelle mir zwei einfache, aber harte Fragen: Ist das in sechs Monaten noch tragfähig? Und ist es leicht kopierbar?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich beide mit „Ja“ beantworte, lasse ich es. Wert entsteht dort, wo etwas unkopierbar ist und eine gewisse Laufzeit hat. Ein gutes Beispiel ist Luxus: das Einzigartige, Seltene mit klarer Herkunft. In Ideen übersetzt heißt das: kein austauschbarer Effekt, sondern Sinn, Bedeutung und Originalität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mut-normbruch-und-die-grenzen-der-ki">Mut, Normbruch und die Grenzen der KI</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du sprichst oft von Mut und Normbruch. Erzähl mal: Wo bist du selbst gegen Normen angeeckt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Mario überlegt kurz) Vor Jahren hatte ich einen Auftrag von einem großen Automobilhersteller. Die wollten eine „innovative” Kampagne, aber bitte so, dass sie aussieht wie die letzten drei auch. Ich habe dann in der Präsentation statt Hochglanz-Mockups handgezeichnete Skizzen gezeigt. Bewusst roh, bewusst unfertig. Der Marketingchef war &#8230; sagen wir mal: irritiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber genau das hat die Diskussion eröffnet. Plötzlich ging es nicht mehr um die Oberfläche, sondern um die Idee dahinter. Am Ende wurde es eine der mutigsten Kampagnen, die sie je umgesetzt haben. Manchmal muss man Erwartungen brechen, um zum Kern vorzudringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kann KI auch mutig sein und Normen brechen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mut ist eine menschliche Kategorie. KI hat keine innere Haltung, sie bewegt sich in Leitplanken. Bevor ein System etwas generiert, läuft deine Anfrage durch Sicherheitsfilter. Diese blocken im Zweifel zu früh – lieber einmal zu viel stoppen als einmal zu wenig. Sobald du von der braven Alltagsästhetik abweichst, wird es eng. Ein zu enges Korsett ist jedoch Gift für die Kreativität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Braucht es diese Leitplanken nicht auch zum Schutz?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich will niemand, dass KI für Manipulation oder Schaden missbraucht wird. Aber es gibt einen Unterschied zwischen sinnvollem Schutz und kreativem Würgegriff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Vorschlag war ein geschütztes Ideenlabor: eine KI, die in einem kontrollierten Rahmen alles darf – moderiert, beobachtet, aber frei. Unternehmen könnten „reingehen“, radikale Lösungen entwickeln und „rausgehen“. Ein scharfes Messer, sicher verwahrt. Die Politik sagt: „Keine Zeit, wir setzen erstmal den EU AI Act um.” Genau da verlieren wir Tempo gegenüber anderen Märkten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/chatgpt-image-17.-aug.-2025-20_06_20-683x1024.png" alt="Mario Pricken Porträt mit Zitat: Punk entsteht nicht aus Daten, sondern aus Wut" class="wp-image-9646" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/chatgpt-image-17.-aug.-2025-20_06_20-683x1024.png 683w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/chatgpt-image-17.-aug.-2025-20_06_20-200x300.png 200w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/chatgpt-image-17.-aug.-2025-20_06_20-768x1152.png 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/chatgpt-image-17.-aug.-2025-20_06_20.png 1024w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kultur vs. Code: Warum echte kreative Bewegungen nicht aus Algorithmen entstehen können. (Bild generiert mit Flux Lora und ChatGPT)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-das-kleine-c-und-das-grosse-c">Das kleine c und das große C</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du hast mal den „ChatGPT-Sprint“ angeboten, das waren Workshops, in denen Teams lernten, mit KI kreativ zu arbeiten. Warum machst du das nicht mehr?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee war simpel: Wir nahmen echte Probleme aus Marketingabteilungen und entwickelten live mit KI vielfältige Lösungsansätze. Innerhalb von zwei Tagen entsteht so eine Kampagnenidee. Der schwierige Anfang – loslassen, wild werden – wird von der Maschine angeschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum ich aufgehört habe? Der Markt „Wir zeigen dir KI“ ist überfüllt. Außerdem ändert sich alles so schnell, dass Dauerschulungen nötig wären. Ich entwickle jetzt lieber täglich eigenständig Konzepte und biete sie direkt Unternehmen an. Weniger Schulung, mehr Substanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele Kreative fürchten, von KI ersetzt zu werden. Was übernimmt die Maschine und was bleibt menschlich?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich unterscheide zwischen dem kleinen „c“ und dem großen „C“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kleine „c“ steht für alle kreativen Aufgaben innerhalb bekannter Muster: Logos variieren, Layouts anpassen, Textvarianten schreiben. Fleißarbeit im kreativen Gewand. Das frisst KI zum Frühstück. Schneller, billiger, oft gut genug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das große „C“ – das sind die Dinge, die Kultur prägen: Punk, Hip-Hop, Bauhaus. Sie entstehen nicht aus Vorlagen, sondern aus Lebensgefühl, Reibung und Mut. KI kann Punk beschreiben und imitieren, aber sie kann kein neues Genre wie Punk erfinden. Denn Punk entsteht nicht aus Daten, sondern aus einem aufkeimenden, revolutionären Lebensgefühl einer Minderheit.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p><strong>„Automatisierung frisst das Beschreibbare – das große C bleibt menschlich.&#8220;</strong></p><cite>Mario Pricken</cite></blockquote></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&nbsp;„Aber ist deine tägliche KI-Nutzung nicht auch eine Form von Abhängigkeit?”</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">(Mario lacht) Das ist ein interessanter Punkt! Es gibt Tage, da denke ich: Hätte ich das auch ohne KI hinbekommen? Vermutlich ja, aber langsamer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wie mit jedem Werkzeug: Du darfst nicht verlernen, ohne damit zu arbeiten. Ich skizziere immer noch von Hand und denke ohne Maschine. Die KI ist mein Sparringspartner, aber nicht mein Gehirn. Wenn sie morgen weg wäre, könnte ich weitermachen. Nur eben wieder allein im Ring oder mit einem spannenden Team.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-blick-nach-vorn">Der Blick nach vorn</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was bedeutet die Demokratisierung von Kreativ-Tools für Agenturen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;„Früher brauchten Marketingabteilungen eine Agentur für alles, heute machen sie vieles selbst. Videos in Tagen statt Monaten. Die Folge sind Preisdruck und die Entwertung standardisierbarer Leistungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es werden auch Talente hervorgebracht, mit denen niemand gerechnet hat. Die Frage ist: Wofür wird künftig bezahlt? Für austauschbaren Output sicher weniger. Für unkopierbare Wirkung, strategische Sicherheit und echte Innovation hingegen mehr. Insgesamt muss jedoch damit gerechnet werden, dass die Honorare sinken werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie gehst du mit dem Thema Urheberrecht um? KI wurde schließlich auf fremden Werken trainiert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist tatsächlich ein Dilemma. Einerseits profitiere ich davon, dass die KI Millionen von Quellen kennt. Andererseits … Wo ist die Grenze zwischen Inspiration und Kopie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich handhabe es so: Die KI liefert mir Rohmaterial und Richtungen, aber niemals fertige Lösungen. Ich würde nie einen KI-Text 1:1 übernehmen oder ein KI-Bild als mein eigenes ausgeben. Die Maschine ist der Ausgangspunkt, nicht der Endpunkt. Die Verantwortung für Originalität liegt bei mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Blick in zehn Jahre. Was kippt? Was bleibt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Automatisierung frisst das Beschreibbare. Alles, was klare Regeln hat, wird billiger und schneller. Was bleibt, ist das Undefinierbare: kulturelle Bewegungen, echte Emotionen und der menschliche Funke. Und die Fähigkeit, Sinn zu stiften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">KI wird zwar immer besser im Imitieren, aber Bedeutung entsteht zwischen Menschen, nicht zwischen Datenpunkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gibt es etwas, das unsere Leserinnen und Leser sofort ausprobieren können?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, in <a href="https://chatgpt.com">ChatGPT</a> gibt es meinen Bot „Kribbeln im Kopf“. Einfach bei <a href="https://chatgpt.com/gpts">„GPTs erkunden“</a> danach suchen. Du lädst ein Kampagnenbild hoch und das Tool analysiert die dahinterliegende Denkstrategie. Anschließend hilft es dir, diese Strategie auf dein eigenes Thema anzuwenden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="394" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/bildschirmfoto-2025-08-17-um-17.03.02-1024x394.png" alt="Kribbeln im Kopf GPT-Bot von Mario Pricken in ChatGPT mit über 1000 Nutzern" class="wp-image-9642" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/bildschirmfoto-2025-08-17-um-17.03.02-1024x394.png 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/bildschirmfoto-2025-08-17-um-17.03.02-300x116.png 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/bildschirmfoto-2025-08-17-um-17.03.02-768x296.png 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/bildschirmfoto-2025-08-17-um-17.03.02-1536x592.png 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/bildschirmfoto-2025-08-17-um-17.03.02.png 2020w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Praxis statt Theorie: Der &#8218;Kribbeln im Kopf&#8216;-GPT von Mario Pricken wurde bereits über 1.000 Mal genutzt. Userinnen und User können Kampagnenbilder hochladen und die dahinterliegende Kreativstrategie analysieren lassen.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Tipp: Lade zwei völlig unterschiedliche Motive hoch, zum Beispiel eine Auto-Werbung und eine NGO-Kampagne. Schau, welche Strategien erkannt werden. Dann nimm dein eigenes Thema und lass dir Ideen für beide Strategien geben. Du wirst überrascht sein, wie unterschiedlich die Ergebnisse sind. Aber Vorsicht: Lade keine sensiblen Daten hoch. Und denke daran: Es handelt sich um Rohmaterial, nicht um die fertige Lösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mario, vielen Dank für diese offenen Einblicke! Hast du noch einen letzten Gedanken für unsere Leserinnen und Leser?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerne! Mein Rat: Habt keine Angst vor KI, aber verliebt euch auch nicht blind in sie. Sie ist ein faszinierendes Werkzeug, das unsere Kreativität erweitern kann – aber nur, wenn wir selbst wach und kritisch bleiben. Das Kribbeln im Kopf kommt immer noch von euch. Die Maschine kann den Funken liefern, aber das Feuer müsst ihr selbst entfachen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen generativer KI bietet die neue Auflage unseres Handbuchs <a href="https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/gxmedia.galileo-press.de/leseproben/5885/leseprobe_rheinwerkverlag_content_creation_mit_ki.pdf">„Content Creation mit KI“</a> – erhältlich beim <a href="https://www.rheinwerk-verlag.de/content-creation-mit-ki/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rheinwerk-Verlag</a> und <a href="https://www.amazon.de/Content-Creation-mit-DALL-Content-Erstellung-dp-3367101338/dp/3367101338/ref=dp_ob_image_bk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Amazon</a></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.stories4brands.com/punk-entsteht-nicht-aus-daten-mario-pricken-ueber-ki-und-echte-kreativitaet/">„Punk entsteht nicht aus Daten“ – Mario Pricken über KI und echte Kreativität.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.stories4brands.com">theUntold | stories4brands</a>.</p>
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		<title>AI-Slop: Warum wir unser digitales Vertrauen retten müssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2025 08:44:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[AI Slop]]></category>
		<category><![CDATA[AIForensics]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[TikTok]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AI Slop, Agentic KI-Accounts und verlorenes digitales Vertrauen: Warum uns ein TikTok-Clip mehr lehrt als jede Dystopie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.stories4brands.com/ai-slop-warum-wir-unser-digitales-vertrauen-retten-muessen/">AI-Slop: Warum wir unser digitales Vertrauen retten müssen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.stories4brands.com">theUntold | stories4brands</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann haben Sie zuletzt einem Video in Ihren sozialen Medien misstraut? Früher selten, aber in letzter Zeit immer öfter? Dann geht es Ihnen so wie vielen: Bisher konnten wir scrollen, liken</strong> <strong>und teilen, im Vertrauen darauf, dass das Gezeigte zumindest im Kern echt ist. Doch unser digitales Vertrauen bröckelt</strong> – <strong>dank AI Slop.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;AI Slop&#8220;, so nennen die Forscher einer <a href="https://aiforensics.org/work/gen-ai-slop">brandneuen Studie von AI Forensics</a> die Flut synthetisch und zugleich schlampig generierter, irreführender Inhalte, die unsere Feeds offenbar jeden Tag ein wenig mehr überschwemmt: Die Experten sehen in ihrer Untersuchung eine Welle aus synthetischen Videos, Bildern und Stories über uns hereinbrechen. Und die Zahlen, die sie dazu nennen, sind gelinde gesagt &#8222;alarmierend&#8220;: Laut Studie enthält jedes vierte TikTok-Video in den Top-Suchergebnissen KI-generierte Bilder. Bei Hashtags wie #health, #history oder #trump wohlgemerkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Perfide daran: Nur die Hälfte davon ist überhaupt als KI gekennzeichnet. Trotz Digital Services Act und aller Versprechen der Plattformen, es besser zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wenn-kaninchen-zum-kollektiven-augenoffner-fur-ai-slop-werden">Wenn Kaninchen zum kollektiven Augenöffner für AI Slop werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein aktuelles Beispiel?  Das beginnt mit einem harmlosen Post, und rüttelt seitdem die Gemüter auf:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Ich habe gerade die Überwachungskamera überprüft und &#8230; ich glaube, wir haben Gastperformer im Garten!&#8220;</em> schrieb TikTok-Nutzerin &#8222;rachelthecatlovers&#8220; Ende Juli 2025.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das Video dazu: Acht Sekunden Magie. Ein nächtlicher Garten. Ein Trampolin. Darauf: hüpfende Kaninchen. Die Sprungfedern quietschen, die Nachtsichtkamera rauscht. Die kleine, vermeintliche Doku erreicht 200 Millionen Views in vier Tagen und satte 22,8 Millionen User schicken ihre Herzchen:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-tiktok wp-block-embed-tiktok"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dann allerdings, ebenfalls quasi über Nacht, folgte auf den süßen Traum das kollektive Erwachen, angestoßen von aufmerksamen, kritischen Usern. Denn nicht nur die Kaninchen waren erfunden, denn eines verschwand während seiner nächtlichen Performance, ein anderes wechselte gar sein Erscheinungsbild.  Nein, alles daran war synthetisch: die Szene, das Setting, sogar der quietschende Sprungfeder-Soundtrack – inklusive der typischen Überwachungskamera-Ästhetik mit all ihren Unzulänglichkeiten. Irgendwie genial und verstörend zugleich.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das ist die erste KI, die mich jemals erwischt hat <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f62d.png" alt="😭" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f62d.png" alt="😭" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f62d.png" alt="😭" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />&#8220;, kommentierte ein User. 665.700 Menschen stimmten zu. Eine Nutzerin namens <a href="https://www.tiktok.com/@sydney_benjamin/video/7532298650102402334?">Sydney Benjamin</a> drehte sogar ein Video über ihre Scham: Sie hatte den Clip an ihre beste Freundin geschickt: Als &#8222;gebildete Person&#8220; fühlt sie sich hinters Licht geführt. (siehe auch diesen Spiegel-<a href="https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/ki-kaninchen-auf-dem-trampolin-zu-cute-um-wahr-zu-sein-a-bb85121e-248a-420c-9c33-1c103b720eba">Artikel</a> dazu).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum traf es so viele? Die Antwort liegt in diesem Fall in der Perfektion der Imperfektion. Die KI, bzw. die Creatorin nutzte unsere eigene Medienerfahrung als Waffe. Wir kennen verwackelte Überwachungsvideos. Wir vertrauen ihrer schlechten Qualität. Ein kreativer Geniestreich.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-tiktok wp-block-embed-tiktok"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-das-system-dahinter-die-ai-slop-maschinerie">Das System dahinter: Die AI-Slop-Maschinerie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich sind diese KI-Kaninchen nur winzige Hüpfer in einem viel größeren Ausmaß an Täuschung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">86 Prozent aller KI-Videos auf TikTok stammen von &#8222;Agentic AI Accounts&#8220; – auch das enthüllt die AI Forensics-Studie. Das sind Accounts, die wie digitale Fabriken funktionieren. Sie produzieren Content am Fließband, testen, was funktioniert, passen an, produzieren mehr. Diese automatisierten Redaktionen haben keine Haltung, dafür aber offenbar eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit. Sie erreichen so im besten Fall 30 bis 60 Millionen Views mit einem Video. Der Clou: Die Bilder sind zu über 80 Prozent fotorealistisch. Damit verschwimmt auch die Grenze zwischen Echt und Fake bis zur Unkenntlichkeit.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.aiforensics.org"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="699" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/ai-forensic-ai-agentic-videos-1024x699.png" alt="Eine Aufstellung aus der AIForensic-Studie mit KI-generierten AI Slop:  Beispiel für TikTok Videos mit bis zu über 60 Mio Views. " class="wp-image-9550" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/ai-forensic-ai-agentic-videos-1024x699.png 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/ai-forensic-ai-agentic-videos-300x205.png 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/ai-forensic-ai-agentic-videos-768x524.png 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/ai-forensic-ai-agentic-videos-1536x1048.png 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/08/ai-forensic-ai-agentic-videos.png 2022w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Plattformen schauen zu, statt einzugreifen, denn ihr Geschäftsmodell belohnt, was Engagement weckt. Ihnen ist es (noch) egal, ob das nun echt oder KI-generierter Content ist: Mehr Klicks bedeuten mehr Daten und damit mehr Geld. Ein Teufelskreis, angetrieben von ökonomischem Interesse und belohnt von unserem Klickverhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ai-slop-wenn-nichts-mehr-sicher-scheint">AI Slop: Wenn nichts mehr sicher scheint</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber was macht das mit uns? &#8222;olivesongs11&#8220; komponierte nach dem Kaninchen-Gate einen Song, von dem diese dramatische Zeile hängen bleibt: &#8222;Woher weiß ich, dass der Himmel wirklich sonnig ist?&#8220; Das ist mehr als Poesie. Ein Weckruf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die älteren unter uns erinnern sich an dieser Stelle vielleicht an den Film. &#8222;Die Truman-Show&#8220; und an den den Moment, in dem dem Protagonisten der Scheinwerfer vor die Füße fällt.  &#8222;Das ist ja mal ein&#8230;!&#8220; entfährt es ihm, dann er bricht den Satz ab, da er den Scheinwerfer als Teil der Kulisse seines unechten Lebens erkennt. Dann geht er weiter und stellt sich der Realität seiner neuen Welt. <br></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-tiktok wp-block-embed-tiktok"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erosion des digitalen Vertrauens in die Plattformen dank AI Slop hat auch bei uns begonnen. Nicht mit einem lauten Knall, sondern mit leise quietschenden Sprungfedern trampolinspringender Vierbeiner. Unsere medienpraktische Intuition – jahrzehntelang geschult an echten Bildern – scheint in diesem Fall zur Achillesferse geworden zu sein: Die KI gibt uns nicht die Perfektion (das beherrscht sie auch gar nicht) sondern das in diesem Fall das gewohnt Unperfekte in der Optik einer Überwachungskamera: Ein trojanisches Pferd für unsere Medienkompetenz (um noch eine weitere Metapher zu nutzen).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-fast-tierischer-weckruf">Ein (fast) tierischer Weckruf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">All jenen, die jetzt das KI-Endzeitszenario beschwören, sei entgegnet: Nur Mut! Die Zukunft gehört nicht den Täuschern, sondern den Aufklärern. Nicht der Resignation, sondern der Resilienz. Nicht den Technologie-Verweigerern, sondern denen, die KI bewußt einsetzen möchten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherlich stehen wir an einem Scheideweg: Werden wir zu einer Gesellschaft des permanenten Misstrauens? Und delegieren die Maßnahmen an &#8222;die Politik&#8220;? Oder finden wir neue Wege des Vertrauens und gehen die ersten Schritte gemeinsam? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem wir Plattformen in die Pflicht nehmen, klare und sinnvolle KI-Labels zu etablieren und sichtbar zu platzieren und diese Maßnahmen technisch durchzusetzen. Der Digital Service Act der EU gibt nur den weiten Rahmen vor – was fehlt ist der Wille, Konkretes und die Konsequenz in der Umsetzung. Es sollte allerdings auch im eigenen Interesse der Plattformen sein, ihr eigenes Geschäftsmodell langfristig sichern, bevor sich Menschen gelangweilt, verschämt, verletzt und enttäuscht vom AI Slop abwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem wir Medienkompetenz als Alltagspraxis denken: Wer Bilder wie Texte lesen kann, wer Formate durchschaut statt nur konsumiert, wird zum souveränen Medienmenschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und indem wir Echtheit als Haltung kultivieren. Ob als Unternehmen, Creator, oder Marke: Wer sich zeigt, statt zu inszenieren und dabei tatsächlich auch KI bewußt und transparent und mit Mehrwert für alle Beteiligten nutzt, gewinnt am Ende ihr Vertrauen – und auf damit langfristig auch Sichtbarkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kleinen KI-Kaninchen mögen uns getäuscht haben. Aber sie haben uns auch etwas geschenkt: einen Weckruf. Die Chance, bewusster hinzusehen, kritischer zu hinterfragen und am Ende menschlich zu bleiben in einer Welt voller künstlicher Perfektion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn hier folgt die Moral der Geschichte: Je mehr Maschinen uns imitieren, desto wertvoller wird das unverwechselbar Menschliche.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>&#8222;Bist du echt oder schon ein Avatar?&#8220; Ein Podcast.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 15:03:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Videoproduktion mit KI]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kevin hat gefragt: &#8222;Bist du echt oder schon ein Avatar?&#8220; – und genau diese Frage steht symbolisch für die tiefgreifenden Veränderungen, die wir gerade in der Content-Welt erleben. Nach unserem Vortrag über KI in der Videoerstellung und zu unserem zweitägigen Workshop &#8222;Content Creation mit KI&#8220; auf den Social Media Marketing Days (SMMDays2025) des Rheinwerk-Verlags hat [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Kevin hat gefragt: &#8222;Bist du echt oder schon ein Avatar?&#8220; – und genau diese Frage steht symbolisch für die tiefgreifenden Veränderungen, die wir gerade in der Content-Welt erleben.</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach unserem Vortrag über KI in der Videoerstellung und zu unserem zweitägigen Workshop &#8222;<a href="https://smmdays.de/workshops/berens-bolk-kuenstliche-intelligenz-und-content-creation/">Content Creation mit KI</a>&#8220; auf den <a href="https://smmdays.de">Social Media Marketing Days (SMMDays2025)</a> des <a href="https://www.rheinwerk-verlag.de">Rheinwerk-Verlags</a> hat uns Kevin von <a href="https://www.kevinalleinimmarketing.de">&#8222;Kevin allein im Marketing&#8220;</a> zu einem spontanen Podcast-Interview geschnappt. Im legendären Kölner Residenzkino, zwischen Popcorn-Atmosphäre und Kinoleinwand haben wir über die faszinierende und manchmal auch beunruhigende Zukunft der Content-Produktion gesprochen.</p>



<h2 class="gb-headline gb-headline-049fb68e gb-headline-text"><strong>Von der Prompt-Maschine zum kreativen Multimodal-Studio</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Podcast diskutieren wir, warum aus der Prompt-Maschine gerade ein kreatives Multimodal-Studio wird, wo plötzlich alles möglich ist: Text-, Bild-, Audio- und sogar Video-Produktion. Aber auch darüber, warum Menschen sich trotz perfekter KI-Avatare weiterhin für echte Menschen und ihre authentischen Geschichten interessieren werden. Und wieso wir KI nicht als Bedrohung, sondern als Teammitglied verstehen sollten, das uns zu Generalisten macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir werden wohl noch häufiger darüber sprechen, wie KI wirklich JEDEN Bereich unseres Lebens verändern wird: über synthetische Persona in der Marktforschung, die Wiederbelebung verstorbener Persönlichkeiten und sogar individualisierten Krebstherapien mit KI: Und ja, das bedeutet auch, dass wir JETZT auch Antworten auf neue drängende ethische Fragen finden sollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-lagerfeuer-im-kino-mit-echten-menschen">Ein Lagerfeuer im Kino mit echten Menschen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dank Kevin fühlt sich der Podcast an wie ein lockerer Schnack an der Eingangbar des Kinos. Und das ist es schließlich auch: ein Content Lagerfeuer unter Gleichgesinnten in Zeiten der höchsten Individualisierungsstufe von Inhalten. Und die Antwort auf die Frage, warum wir am Ende doch alle noch echt sind. Noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Verschmelzung von KI und Mensch im Film: Florian Meimberg im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2025 10:13:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Playstation VR]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Emmerich]]></category>
		<category><![CDATA[Tiny Tales]]></category>
		<category><![CDATA[Union Investment]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Florian Meimberg begann als erfolgreicher Art Director in internationalen Werbeagenturen und entwickelte sich zum vielfach ausgezeichneten Regisseur sowie Autor. Mit seinen ultrakurzen „Tiny Tales“ gewann er den Grimme Online Award, auch als Buch wurden sie zum Bestseller. Seit zwei Jahren erforscht er das Zusammenspiel von klassischem Storytelling und innovativer KI – dabei steht für ihn die Verschmelzung von KI und Mensch im Film im Mittelpunkt. Im Interview spricht er über seinen KI-basierten „PlayStation VR“-Trailer, die Bedeutung authentischer Geschichten für Union Investment und seine Zusammenarbeit mit Roland Emmerich.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Florian Meimberg ist ein kreativer Kopf mit einer faszinierenden Karriere. Er begann als erfolgreicher Art Director in internationalen Werbeagenturen. Dann entwickelte er sich zum vielfach ausgezeichneten Regisseur und Autor. Seine ultrakurzen Geschichten sind unter dem Namen <a href="https://www.amazon.de/Auf-die-Länge-kommt-Geschichten/dp/3596192374/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&amp;crid=26MJLN9KGEPGA&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.wGLx_S2da3gUF9GSAvje5J7n4UjCzlnMBbGRQW0fqVvkHcwoedH7VrU0bgBqrSt4K89ZRjn6IHCRTnN-ALolWmTNUVqcOnHoVg2vA_-qGygqOK4j2TjrDVAwTg23hWbOM34t6q90pvyU0cRMkWXubmTQHvlKipRn9FrGMdR6WHChQ1XziazdnvIskGAbTSo_8K7XggqST0GO6go9D5mjthddQfBeX6RCzTyqxbtacTU.U66eEgs5OLTswDC_DOQB0NCHmIjAvHyaeiUXPwBM2VM&amp;dib_tag=se&amp;keywords=tiny+tales&amp;nsdOptOutParam=true&amp;qid=1737491360&amp;sprefix=tiny+tales%2Caps%2C101&amp;sr=8-1">Tiny Tales</a> bekannt. Sie brachten ihm nicht nur den Grimme Online Award ein. Auch in Buchform wurden sie zum Bestseller. Seit zwei Jahren lotet Florian das Spannungsfeld zwischen traditionellem Storytelling und den innovativen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz im Film aus. <strong>Dabei spielt für ihn die Verschmelzung von KI und Mensch im Film eine zentrale Rolle.</strong></strong> <strong>Im Interview spricht er über die Entstehung seines KI-basierten Playstation VR Trailers. Er erklärt, wie wichtig authentische Geschichten in seinen Werbefilmen für Union Investment sind. Außerdem beschreibt er die inspirierende Zusammenarbeit mit Roland Emmerich.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kunstliche-intelligenz-im-film-der-ki-film-playstation-vr"><strong>Künstliche Intelligenz im Film: Der KI-Film &#8222;Playstation VR&#8220;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dein Spec-Trailer &#8222;PlayStation VR&#8220; lotet die Grenzen der KI aus. Was hat dich an diesem Projekt besonders fasziniert?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die ersten KI-Tools wie <a href="http://www.midjourney.com">Midjourney</a> und <a href="http://www.runwayml.com">Runway</a> aufkamen, war ich sofort fasziniert. Plötzlich gab es Möglichkeiten, die vorher nur mit riesigen Budgets denkbar waren. Für mich war das ein Experiment, wie weit sich die Verschmelzung von KI und Mensch im Film treiben lässt. Obwohl die Technik beeindruckend ist, sehe ich sie in erster Linie als Mittel, um das kreative Potenzial zu erweitern. Das Ergebnis zeigt: Ja, mit KI kann man auf Augenhöhe mit großen Produktionen arbeiten.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1152" style="aspect-ratio: 2048 / 1152;" width="2048" controls poster="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/psvr-trailer-neu-m4v-image.jpg" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/psvr-trailer-neu.m4v"></video><figcaption class="wp-element-caption">Der Spec-Trailer &#8222;Playstation VR&#8220; von Regisseur Florian Meimberg lotet die Grenzen der KI aus. Und erforscht dabei auch die Verschmelzung von KI und Mensch im Film.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Trailer hat eine hohe Schnittfrequenz und viele drastische Shots. War das ein stilistisches Mittel, oder gab es technische Gründe dafür?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beides. Die hohe Schnittfrequenz und die kurzen, drastischen Shots waren bewusst gewählt, um Rendering-Fehler und ungenaue Details zu kaschieren. Ich habe viel experimentiert – oft hunderte Male &#8222;Refresh! Refresh! Refresh!&#8220; gedrückt, um das perfekte Bild zu generieren. Der Prozess war zeitintensiv, aber auch spannend, denn&nbsp;die Verschmelzung von KI und Mensch im Film&nbsp;verlangt viel Feinschliff. Mit Funktionen wie &#8218;Personalization&#8216; und &#8218;Moodboards&#8216; in Midjourney konnte ich der KI spezifische Looks antrainieren, um die Bildsprache konsistent zu halten. Besonders die realistische Darstellung von Menschen war eine Herausforderung, aber das &#8222;Personalize&#8220;-Feature hat dabei enorm geholfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-echte-geschichten-als-markenkern-werbefilme-fur-union-investment"><strong>Echte Geschichten als Markenkern: Werbefilme für Union Investment</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Kontrast zu deinem KI-Film stehen deine Werbefilme über Elisabeth Pähtz und Dr. Suzanna Randall. Was fasziniert dich besonders an solchen Projekten?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Werbefilme hatten die besondere Aufgabe, echte Geschichten auf inspirierende Weise mit den Markenwerten von Union Investment zu verbinden. Es ging darum, authentische Einblicke in das Leben beeindruckender Frauen wie Elisabeth Pähtz und Dr. Suzanna Randall zu geben, die gleichzeitig die Werte der Marke transportieren. Bei Elisabeth Pähtz und Dr. Suzanna Randall war es besonders spannend, ihre beeindruckenden Leistungen und Persönlichkeiten auf eine Weise zu zeigen, die andere inspiriert. Diese Nähe und Authentizität ist durch nichts zu ersetzen.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/union_investment__schach_-1080p.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Ein Film für Union Investment mit Großmeisterin Elisabeth Pähtz über Schach.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/union_investment__astro_-1080p.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Ein Film für Union Investment mit Dr. Suzanna Randall über ihre Ausbildung zur Astronautin.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie unterscheidet sich der kreative Prozess bei Dokumentarfilmen von deinen KI-basierten Produktionen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Dokumentarfilm geht es um Spontaneität und Einfühlungsvermögen. Man muss den Menschen Raum geben, ihre Geschichte zu erzählen und gleichzeitig darauf achten, dass die Markenbotschaft subtil und stimmig integriert wird. KI-basierte Produktionen hingegen sind stark von Vorplanung und Technik geprägt. Beide Formate haben ihren Reiz, aber die emotionale Tiefe eines Dokumentarfilms ist etwas ganz Besonderes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-von-dokumentarfilmen-zu-ultrakurzen-geschichten-tiny-tales-im-fokus"><strong>Von Dokumentarfilmen zu ultrakurzen Geschichten: Tiny Tales im Fokus</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach deinen dokumentarischen Projekten, wie den Filmen für Union Investment, möchten wir nun einen Blick auf ein ganz anderes Format werfen: deine ultrakurzen Geschichten, die unter dem Namen <em>Tiny Tales</em> bekannt geworden sind. Dein Projekt <em>Tiny Tales</em> begann als Twitter-Serie, entwickelte sich zu einem Buch und schließlich zu Kurzfilmen. Was macht für dich die Faszination dieser ultrakurzen Geschichten aus?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist die Magie der Kürze. In wenigen Sätzen oder Sekunden eine ganze Welt aufzubauen und am Ende einen Twist zu liefern &#8211; das ist für mich Kunst pur. Bei den Tiny Tales findet das Entscheidende im Kopf des Lesers oder Zuschauers statt. Dieses Kopfkino zu erzeugen, das treibt mich an.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/micro_movies_�__roomservice_-1080p.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Der Film &#8222;Roomservice&#8220;&#8218; aus der Tiny-Tales-Reihe entstand auf klassische Art und Weise – mit einem realen Drehteam, Schauspielern und traditioneller Filmtechnik.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/micro_movies_�__die_vernehmung_-1080p.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Der Film &#8222;Die Vernehmung&#8220; aus der Tiny-Tales-Reihe entstand ebenfalls auf klassische Art und Weise – mit einem realen Drehteam, Schauspielern und traditioneller Filmtechnik.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deine Arbeit zeigt, wie Mensch und KI zusammenarbeiten können. Wie wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit echten Crews, wie du sie bei den klassischen&nbsp;<em>MICRO MOVIES</em>&nbsp;erlebt hast?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verfilmung war ein großer Schritt, um die Geschichten auf ein neues Medium zu bringen. Vier Filme wurden klassisch mit einem tollen Team aus Schauspielern, Kameraleuten und Produktionsprofis gedreht. Diese Zusammenarbeit war eine besondere Erfahrung, weil jeder im Team seine eigene Kreativität eingebracht hat. Später habe ich zwei Filme mit künstlicher Intelligenz generiert, die auf meinen Geschichten basieren. Es war spannend zu sehen, wie sich diese beiden Ansätze gegenüberstanden. Die klassischen Produktionen lebten von der emotionalen Tiefe und dem Austausch im Team, während die KI-generierten Filme visuelle Welten schufen, die mit herkömmlichen Mitteln kaum möglich gewesen wären. Das zeigt mir letztlich, dass Geschichten am besten funktionieren, wenn Mensch und Technik zusammenarbeiten – ein anschauliches Beispiel für&nbsp;die Verschmelzung von KI und Mensch im Film.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls poster="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/dive-mov-image.jpg" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/dive.mov"></video><figcaption class="wp-element-caption">Der Film „Dive“ aus der Tiny-Tales-Reihe wurde von Florian Meimberg vollständig mit generativer KI realisiert.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls poster="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/desert-mov-image.jpg" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2025/01/desert.mov"></video><figcaption class="wp-element-caption">Der Film „Dessert&#8220; aus der Tiny-Tales-Reihe wurde von Florian Meimberg ebenfalls vollständig mit generativer KI realisiert.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-roland-emmerich-und-die-tiny-tales-eine-verpasste-gelegenheit-voller-inspiration"><strong>Roland Emmerich und die Tiny Tales: Eine verpasste Gelegenheit voller Inspiration</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Roland Emmerich hat von deiner Idee der&nbsp;<em>Tiny Tales</em>-Serie mit 300 ultra-kurzen Geschichten erfahren. Wie kam es dazu, und was ist aus dem Projekt geworden?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war eine unglaubliche Erfahrung! Die Idee der&nbsp;<em>Tiny Tales</em>-Serie kam auf, als ich sie zunächst in einem Pitch vorgestellt hatte. Über Umwege &#8211; gemeinsame Kontakte &#8211; landete die Idee schließlich bei Roland Emmerich, der sofort begeistert war. Gemeinsam haben wir das Format weiterentwickelt, um es visuell und erzählerisch auf ein neues Level zu heben. Leider wurde das Projekt durch die Pandemie gestoppt, und nach Corona war Roland mit einem anderen eigenen Projekt beschäftigt. Dennoch war es inspirierend, mit ihm zu arbeiten. Seine Fähigkeit, große Ideen auf den Punkt zu bringen, hat mich nachhaltig beeindruckt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-verschmelzung-von-ki-und-mensch-im-film"><strong>Die Verschmelzung von KI und Mensch im Film</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du beschreibst KI als eine Revolution für die Filmproduktion. Wie siehst du die zukünftige Rolle von KI – als Bedrohung für klassische Filmberufe oder als Bereicherung für kreative Prozesse?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">KI ist ein Werkzeug, das uns unglaubliche neue Möglichkeiten eröffnet. Sie kann Szenen erschaffen, die mit klassischen Mitteln undenkbar wären. Aber sie darf niemals die Seele eines Films ersetzen. Filme leben von den Menschen dahinter &#8211; und das darf nicht verloren gehen.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>„Technologie ist für mich immer nur ein Werkzeug. Entscheidend bleibt die Idee und die Geschichte dahinter.“</p><cite>Regisseur Florian Meimberg</cite></blockquote></figure>



<blockquote class="wp-block-quote alignfull has-text-align-center is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"></p>
</blockquote>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trotz des technologischen Fortschritts betonst du die Bedeutung der menschlichen Zusammenarbeit. Wie kann der menschliche Faktor in der Filmindustrie bewahrt werden?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem man KI als Unterstützung und nicht als Ersatz sieht. Es geht darum, die Leidenschaft und Kreativität der Menschen mit der Effizienz der Technologie zu verbinden. Am Ende ist es die menschliche Note, die den Unterschied macht, und das spürt man in jedem guten Film. Dabei kann&nbsp;die Verschmelzung von KI und Mensch im Film&nbsp;den kreativen Prozess beflügeln, ohne die menschliche Seele zu verdrängen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-storytelling-fur-marken-authentizitat-als-schlussel"><strong>Storytelling für Marken: Authentizität als Schlüssel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Rolle spielen Storytelling und Markenpersönlichkeiten in deinen Projekten und wie beeinflussen deine Erfahrungen in Werbung und Film deine Herangehensweise an das Geschichtenerzählen für Marken?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Geschichten sind der Kern jeder Marke. In meinen Projekten geht es immer darum, Emotionen zu wecken und Menschen mit authentischen Erlebnissen zu verbinden. Meine Erfahrungen aus Werbung und Film helfen mir dabei, Markenpersönlichkeiten zu schaffen, die greifbar und unvergesslich sind. Das ist für mich der Schlüssel zu erfolgreichem Storytelling.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grenzenlose-moglichkeiten-florians-traumprojekt"><strong>Grenzenlose Möglichkeiten: Florians Traumprojekt</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn du einen Film ohne technische, finanzielle oder logistische Einschränkungen drehen könntest, worum würde es gehen und welche Geschichte würdest du erzählen wollen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde eine hybride Serie machen, die reale und KI-generierte Elemente kombiniert. Vielleicht basierend auf meinen&nbsp;<em>Tiny Tales</em>. Alternativ könnte ich mir vorstellen, den Roman <a href="https://www.claudiameimberg.de/meine-buecher/sehnsuchtsjahre/was-wir-im-dunkeln-sehen/">&#8222;Was wir im Dunkeln sehen&#8220;</a> meiner Frau Claudia zu verfilmen, der eine bewegende Geschichte aus der Kriegszeit erzählt. Beide Projekte hätten eine tiefe emotionale Komponente und gleichzeitig die Möglichkeit, neue Bildwelten zu schaffen. Mein Ziel wäre es, eine Geschichte zu erzählen, die die Menschen bewegt und inspiriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielen Dank, lieber Florian, für das interessante Gespräch!</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen generativer KI bietet die neue Auflage unseres Handbuchs <a href="https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/gxmedia.galileo-press.de/leseproben/5885/leseprobe_rheinwerkverlag_content_creation_mit_ki.pdf">&#8222;Content Creation mit KI&#8220;</a> – erhältlich beim&nbsp;<a href="https://www.rheinwerk-verlag.de/content-creation-mit-ki/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rheinwerk-Verlag</a> und&nbsp;<a href="https://www.amazon.de/Content-Creation-mit-DALL-Content-Erstellung-dp-3367101338/dp/3367101338/ref=dp_ob_image_bk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Amazon</a></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>KI am Mikrofon: Wie bigGPT das Radio revolutioniert</title>
		<link>https://www.stories4brands.com/ki-am-mikrofon-wie-biggpt-das-radio-revolutioniert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 09:01:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Heine]]></category>
		<category><![CDATA[bigBro]]></category>
		<category><![CDATA[bigGPT]]></category>
		<category><![CDATA[bigLayla]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Künstlicher Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>bigGPT ist ein innovatives Radioprogramm, bei dem Künstliche Intelligenz das Programm gestaltet. Wir sprachen im Rahmen der Recherche für die zweite Auflage unseres Buches „Content Creation mit KI" mit Alexander Heine, Projektleiter Content, über die Neuerfindung redaktioneller Abläufe, zum Umgang mit Change und über die Empathie in der KI.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 8. August 2023 um 8 Uhr ging in Mannheim erstmals </strong><a href="https://biggpt.de/"><strong>bigGPT</strong></a><strong> auf Sendung. Ein innovatives Radioprogramm von </strong><a href="https://audiotainment-suedwest.de/"><strong>Audiotainment Südwest</strong></a><strong>, bei dem erstmals ausschließlich Künstliche Intelligenz (KI) die Moderation und die Musikauswahl übernimmt. Im Mittelpunkt des Programms steht bigLayla. Die mit </strong><a href="https://alpha.midjourney.com/home"><strong>Midjourney</strong></a><strong> entworfene Moderatorin führt mit ihrer KI-generierten Stimme durch ein zweistündiges Programm. Wir sprachen im Rahmen der Recherche für die zweite Auflage </strong><a href="https://amzn.eu/d/074dzc1V"><strong>unseres Buches „Content Creation mit KI&#8220;</strong></a><strong> mit Alexander Heine, Projektleiter Content von bigGPT: über die Neuerfindung redaktioneller Abläufe, zum Umgang mit Change und über eine neue Art der Empathie.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex, wie sehr generative KI die Audiolandschaft revolutionieren wird, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass auch der Klassiker unter den Audioformaten, das Radio, neue Facetten der Produktionsmöglichkeit bekommt. Alexander, was unterscheidet bigGPT vom klassischen Radio?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alexander Heine:</strong>&nbsp;Wir haben uns vorgenommen, alles, was aus dem klassischen Radio kommt, zu vergessen und das Projekt bigGPT neu zu denken, auch strukturell. Es gibt keinen klassischen redaktionellen Ablauf, weil es kein 7/24 Programm ist, das von morgens bis abends mit Content bestückt wird. Wir mussten einen komplett neuen Workflow entwickeln, der auf dem Tool aufsetzt, mit dem wir diesen Stream produzieren. Das Programm besteht aus zwei Stunden Content, der in einer Schleife wiederholt wird, mit einem täglichen Update. Es gibt einen Redakteur am Tag, der das Update macht. Das heißt, er generiert mit Hilfe von KI-Technik die neuen Content-Bits, die in der Sendeschleife automatisch gegriffen und zur Ausspielung gebracht werden. Der Rest der Mannschaft kümmert sich um die Fortentwicklung und das Ausprobieren von neuen Sachen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/alex_heine-1024x1024.jpeg" alt="Alexander Heine ist Leiter Content bei bigGPT" class="wp-image-9306" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/alex_heine-1024x1024.jpeg 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/alex_heine-300x300.jpeg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/alex_heine-150x150.jpeg 150w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/alex_heine-768x768.jpeg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/alex_heine-1536x1536.jpeg 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/alex_heine-2048x2048.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Alexander Heine, Projekleiter Content bei <a href="https://biggpt.de">bigGPT</a>, erforscht mit seinem Team die Möglichkeiten der Audiokommunikation mit KI.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-biggpt-das-ergebnisoffene-lernlabor">bigGPT – das ergebnisoffene Lernlabor</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ihr nennt es &#8222;Lernlabor&#8220; bigGPT. Warum?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alexander Heine:</strong>&nbsp;Wir hatten am Anfang des Projekts festgestellt, dass wir in der Qualität nicht weiterkommen. Wir waren auf der Suche nach der richtigen Stimme und der Antwort auf die Frage, wie KI-Moderation klingen kann. Dann wurde die Idee geboren: Was, wenn wir das zum Nukleus des Projektes machen? Also als ein ergebnisoffenes Lernlabor. Es wird ein ständiger Weg des Lernens sein. Daraus ist der Ansatz entstanden, dass wir über Erfahrung, Rückmeldung und Gespräche mit anderen in diesem Thema weiterkommen möchten. Am Ende war uns klar: Wenn wir uns nicht damit ausprobieren und nur im Theoretischen bleiben, dann werden wir nicht das finden, was wir suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Technologie setzt ihr ein bei bigGPT?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alexander Heine:&nbsp;</strong>Wir haben das&nbsp;<a href="https://futurimedia.com/">Futuri-Tool</a>, mit dem wir arbeiten. Das ist im Grunde ein Content-Management-System, das im Hintergrund ganz viele verschiedene KI-Werkzeuge miteinander verknüpft. Da gibt es die Sprachsynthese von elevenLabs, in dem die Stimmen liegen &#8211; das ist eines von mehreren Beispielen. Da ist ChatGPT oder ein anderes Sprachmodell, das in der Lage ist, Text to Speech und Speech to Text zu generieren. Dazu kommt die Senderablaufsteuerung, die adressiert wird, um die in dem Tool produzierten mp3-Files in die Sendung zu integrieren. Und es gibt die Schnittstelle zwischen Senderablaufsteuerung, also unserem DABiS-System, und dem Futuri-Tool. Die beiden korrespondieren miteinander. Es ist ein Zusammenspiel von vielen einzelnen Teilen, die in einen automatisierten Prozess gebracht werden, sodass wir so wenig wie möglich aus menschlicher Perspektive in diesen Prozess eingreifen müssen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://biggpt.de"><img decoding="async" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/biggpt_biglayla-1024x517.png" alt="Auf der Startseite von bigGPT grüßt Moderatorin bigLayla" class="wp-image-9307"/></a><figcaption class="wp-element-caption">bigLayla – die KI-Moderatorin von bigGPT, führt durchs <a href="https://biggpt.de">KI-generierte Programm</a>.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ki-und-die-gretchenfrage-was-bedeutet-das-fur-mich">KI und die Gretchenfrage: Was bedeutet das für mich?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Apropos eingreifen: Wie haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf das Projekt reagiert?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alexander Heine:</strong>&nbsp;Aktuell arbeiten an dem Projekt bigGPT nur Menschen, die wirklich Lust darauf haben. Das ist die Prämisse. Keiner wird dazu gezwungen. Das halte ich auch grundsätzlich für wichtig und richtig, wenn es um ein Projekt wie bigGPT geht, bei dem wir Dinge erforschen und herausfinden wollen. Alles andere würde nur hemmen und nicht die Energie auf die Straße bringen, die notwendig ist &#8211; oder die Resilienz fördern, die notwendig ist, weil viele Dinge eben auch nicht beim ersten, zweiten oder dritten Mal funktionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wir aber haben, ist natürlich die Gretchenfrage im Team: Wozu ist das gut? Welche Rolle soll KI in Zukunft in unserem Produktionsprozess spielen? Und was bedeutet das für mich persönlich? Das sind klassische Fragestellungen, die aus jedem Change-Prozess kommen. Jetzt ist KI einer der ganz großen Treiber für diese disruptiven Prozesse, die gerade stattfinden. Und da ist das Wichtigste der Dialog &#8211; der Dialog mit jedem Einzelnen, sich seinen Fragen gegenüber zu öffnen, sie ernst zu nehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-so-reagiert-das-publikum-auf-biggpt">So reagiert das Publikum auf bigGPT</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Stimmen von KI, die Musik von KI zusammengestellt: Wie reagiert die Hörerschaft auf das Projekt bigGPT?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alexander Heine:</strong>&nbsp;Wir hatten am Anfang natürlich eine große Gruppe von Menschen, die einfach mal daran interessiert waren, zu hören, wie das denn klingt. Die Reaktion war fast immer zweigeteilt zwischen faszinierend und erschreckend, mit im Zweifel dem Faktor ernüchternd, weil man dann feststellt: Wenn ich das dauerhaft höre, dann fehlt diesen KI-Moderatoren eben doch die Seele. Es klingt kühl, mitunter ist die Betonung falsch. Es liegt gar nicht so sehr an der Aussprache, sondern es ist der emotionale Faktor, den diese KI-Modelle einfach nicht haben. Und das ist der Unterschied, der hörbar ist: In der KI brennt kein Feuer. Deswegen glaube ich, dass eine echte Moderatorin gegenüber der KI immer im Vorteil ist, bis man das wie auch immer auf ein anderes Level gebracht hat.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachrichten, präsentiert von unserem KI-Newssprecher bigBen, der eine sehr kleine Amplitude in der Stimme hat, also eher sachlich moderiert, sind aber recht angenehm. Ich kann die Informationen damit gut aufnehmen, weil es mich nicht so ablenkt, und es sehr sachlich bleibt. Da hat diese KI-Stimme wiederum einen Vorteil. Aber auch ein Verkehrsdienst, der eine bestimmte Zeitspanne überschreitet, sagen wir drei Minuten, und so stoisch vorgelesen wird, kann dann zur Qual werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von da ist die Rückmeldung sehr vielfältig und absolut erwartbar gewesen. Sodass uns aber auch klar wird, an welchen Stellschrauben am Ende gearbeitet werden muss, wenn KI in einer Audioanwendung etwas werden soll, das ich als Hörer wirklich an ausgewählten Stellen nicht nur akzeptiere, sondern das mich sogar anzieht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://biggpt.de/chatbot/"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="467" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/biggpt_bigbro-1024x467.png" alt="KI im Hipster-Look: bigBro chattet mit dem Publikum von bigGPT." class="wp-image-9308" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/biggpt_bigbro-1024x467.png 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/biggpt_bigbro-300x137.png 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/biggpt_bigbro-768x351.png 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/biggpt_bigbro-1536x701.png 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/biggpt_bigbro-2048x935.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">KI im Hipster-Look: bigBro <a href="https://biggpt.de/chatbot/">chattet</a> mit dem Publikum von bigGPT.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kann-ki-empathie">Kann KI Empathie? </h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Empathie habe KI keine, heißt es. Das unterscheide sie – noch – vom Menschen. Welche Erfahrungen macht Ihr bei bigGPT?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alexander Heine:</strong>&nbsp;Wir haben ein fünfjähriges Kind mit bigLayla sprechen lassen. In dem Gespräch fragte das Kind: „Kannst du mir mal eine Packung Smarties schicken?&#8220; Und bigLayla antwortete: „Das kann ich leider nicht, ich bin eine künstliche Intelligenz. Aber du könntest ja vielleicht eine Packung Smarties zeichnen.&#8220; Und dann sagte das Kind: „Das kann ich aber nicht zeichnen.&#8220; So, und dann ging das hin und her. Als Familienvater wäre ich nach dem dritten Widerspruch wahrscheinlich eingeknickt und hätte gesagt: „Hier ist die Packung Smarties.&#8220; bigLayla dagegen gab in diesem Dialog nicht auf, die Kleine überzeugen zu wollen: „Hey, du musst nicht gut zeichnen können, dann mal was Einfaches. Wie wäre es mit einem Herz?&#8220; Da malte das Kind ein Herz und sagte dann ganz stolz: „Papa, ich hab‘ ein Herz gemalt!&#8220; Und dann kam von bigLayla tatsächlich: „Toll, du kleine Künstlerin!&#8220;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-tiktok wp-block-embed-tiktok"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div><figcaption class="wp-element-caption">bigLayla auf <a href="https://www.tiktok.com/@biglayla.biggpt">TikTok</a>: Kann KI Empathie oder ist das nur die Logik des Sprachmodells?</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da sitzt man dann, wenn man es hört, und denkt: Wow! Das sind ja pädagogische Fähigkeiten! KI-Experten dagegen sagen: „Nein, das ist das Sprachmodell, das diesen Dialog einfach nur aus einer rhetorischen Perspektive heraus sehr formal und klug  weiterführt.&#8220; Aber die Qualität, die darin mitschwingt, ist eine Qualität, die wir uns Menschen manchmal für uns selbst wünschen würden. Es ist daher vielleicht so etwas wie eine technische Empathie, die KI entwickeln kann.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>In der KI brennt kein Feuer. Deswegen glaube ich, dass eine echte Moderatorin gegenüber der KI immer im Vorteil ist.</p><cite>Alexander Heine, bigGPT</cite></blockquote></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-1-1-news-oder-lagerfeuer-fur-die-community">1:1 News oder Lagerfeuer für die Community?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Individualisierung von Content scheinen dank KI kaum mehr Grenzen gesetzt. KI  kann zukünftig jedem Menschen seine eigenen Nachrichten in seiner präferierten Sprache präsentieren. Glaubst du, dass es auch ein One-to-One-Radio mit individualisiertem Content geben wird?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alexander Heine:</strong>&nbsp;Wenn wir User vorher in unserer App nach Präferenzen abfragen, im Sinne von: „Beantworte vorher 20 Fragen zu deinem Programm&#8220;, steigen die meisten aus und sagen: „Das will ich gar nicht, das ist mir zu anstrengend. Mach einfach, spiel einfach.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir Medienmacher bieten ja seit jeher etwas ganz anderes: Wir verbinden die Menschen. Radio, Fernsehen und auch die Zeitung sind das Tor zur Welt. Wir geben Menschen etwas, über das sie danach mit anderen sprechen können. Wenn ich zu einem AC/DC-Konzert gehe, dann gehe ich dahin, weil ich mit 10.000 anderen den gleichen Moment erleben möchte. Es ist das gleiche Lagerfeuer, um das wir herumstehen. Und wenn das nicht synchron passierte, dann gäbe es ein echtes Problem. Da wird es also für uns ganz wichtig sein, abzuspüren: An welcher Stelle geht es um das Lagerfeuer, diesen verbindenden, eindeutigen, identischen Moment? Und wo geht es um individuelle Bedürfnisse?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielen Dank für das Gespräch</strong>, <strong>Alex</strong>.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p><em>Lust, ins Programm mit bigLayla und bigKen reinzuhören? bigGPT gibt es im&nbsp;</em><a href="https://biggpt.de/"><em>Stream</em></a><em>&nbsp;oder in der App für unterwegs im&nbsp;</em><a href="https://apps.apple.com/de/app/bigfm-radio/id447766328"><em>Apple App-Store&nbsp;</em></a><em>oder&nbsp;</em><a href="file:///s:/play.google.com/store/apps/details?id=de.radiocom.bigfm&amp;pli=1"><em>Google Play Store</em></a><em>.</em></p></blockquote></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Den ausführlichen Blick hinter die Kulissen von bigGPT gibt’s in der neuen Auflage des Handbuchs, ab sofort lieferbar via <a href="https://www.rheinwerk-verlag.de/content-creation-mit-ki/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rheinwerk-Verlag</a>,&nbsp;<a href="https://www.amazon.de/Content-Creation-mit-DALL-Content-Erstellung-dp-3367101338/dp/3367101338/ref=dp_ob_image_bk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Amazon</a></em>.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="874" height="1024" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/cover-content-creation-mit-ki-3d-874x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-9281" style="width:447px;height:auto" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/cover-content-creation-mit-ki-3d-874x1024.jpeg 874w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/cover-content-creation-mit-ki-3d-256x300.jpeg 256w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/cover-content-creation-mit-ki-3d-768x900.jpeg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/cover-content-creation-mit-ki-3d-1310x1536.jpeg 1310w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/07/cover-content-creation-mit-ki-3d.jpeg 1365w" sizes="auto, (max-width: 874px) 100vw, 874px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Den ausführlichen Blick hinter die Kulissen von bigGPT gibt’s in der neuen Auflage des Handbuchs:&nbsp;</em><a href="https://amzn.eu/d/074dzc1V"><em>Content Creation mit KI.</em></a></figcaption></figure>
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		<title>Designkunst in der Ära der Künstlichen Intelligenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[theUntold | stories4brands]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2024 06:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Content Creation]]></category>
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		<category><![CDATA[KI]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Entdecken Sie im Interview mit Raban Ruddigkeit, wie Künstliche Intelligenz die Designkunst verändert und welche Chancen sich daraus ergeben können.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im pulsierenden Herzen Berlins, einer Stadt, die für ihre Kreativität und Innovationskraft bekannt ist, lebt und arbeitet <a href="https://ruddigkeit.de">Raban Ruddigkeit</a>. Als renommierter Designer, Illustrator und Herausgeber hat er die Designlandschaft Berlins mit seiner Designkunst maßgeblich mitgeprägt. Ruddigkeit, Kurator der Buchreihe <a href="https://typografie.de/produkt/freistil-7/">Freistil &#8211; Das Buch der Illustration</a> und Mitherausgeber des <a href="https://typografie.de/produkt/typodarium-2024/">Typodarium</a>, einem Kalender, der jeden Tag eine neue Schriftart vorstellt, hat sich nicht nur als kreativer Kopf, sondern auch als Vordenker einen Namen gemacht. Seine vielfältigen Arbeiten, die von Beiträgen für die Berliner Zeitung bis hin zu umfangreichen Kampagnen reichen, demonstrieren seine außergewöhnliche Fähigkeit, komplexe Konzepte visuell zugänglich und ansprechend zu gestalten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In unserem Gespräch mit Raban Ruddigkeit beleuchten wir seine Perspektiven auf die Rolle der Künstlichen Intelligenz im Design. Wir diskutieren die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Verschmelzung von Technologie und Kreativität ergeben, sowie seine Visionen für die Zukunft des Designs.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1021" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/lilikastrezoska-1024x1021.jpg" alt="Raban Ruddigkeit, Foto: Lilika Strezoska" class="wp-image-9137" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/lilikastrezoska-1024x1021.jpg 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/lilikastrezoska-300x300.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/lilikastrezoska-150x150.jpg 150w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/lilikastrezoska-768x766.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/lilikastrezoska-1536x1532.jpg 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/lilikastrezoska-2048x2042.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Der Designer, Illustrator und Herausgeber <a href="https://ruddigkeit.de">Raban Ruddigkeit</a>. </strong><br>Foto: Lilika Strezoska, 2023</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zwischen-inspiration-und-algorithmus-ki-als-partner-im-designprozess">Zwischen Inspiration und Algorithmus: KI als Partner im Designprozess</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Künstliche Intelligenz beherrscht derzeit die Diskussionen in der Designwelt. Wie setzt du KI in deiner Arbeit ein und welche Rolle spielt sie im kreativen Prozess?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Interesse an KI wurde durch einen Nachbarn geweckt, der einer der führenden Verfechter dieser Technologie in Deutschland ist. Die Möglichkeit, mit KI die Grenzen des Machbaren im Design zu erweitern, fasziniert mich zutiefst. KI ist für mich mehr als ein Werkzeug, sie durchdringt und verbindet Konzepte und führt zu völlig neuen Kreationen. Entscheidend ist jedoch, dass wir Designer die Kontrolle über die Technologie behalten und nicht umgekehrt.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>KI ist für mich mehr als ein Werkzeug; sie durchdringt und verbindet Konzepte, was zu völlig neuen Schöpfungen führt.</p><cite>Raban Ruddigkeit</cite></blockquote></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie wichtig ist für dich die Balance zwischen dem Einsatz von Technologie und dem Erhalt deiner kreativen Freiheit?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich beschränke meine Arbeit mit KI bewusst auf 1,5 Stunden pro Woche, um sicherzustellen, dass die Technologie unterstützt und nicht dominiert. KI dient dazu, effizienter zu sein, aber sie ersetzt nicht den kreativen Kern meiner Arbeit. Sie ist ein Werkzeug, das unsere Fähigkeiten erweitert, aber den kreativen Geist nicht ersetzen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-designkunst-kreativitat-vs-produktivitat">Designkunst: Kreativität vs. Produktivität</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raban, wie schaffst du es in einer Branche, die schnelle Ergebnisse verlangt, Kreativität und Produktivität in Einklang zu bringen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Produktivität ist zweifellos wichtig, vor allem in einem kommerziellen Umfeld mit strengen Deadlines und Budgets. Als Designer ist es jedoch wichtig, dass der Produktivitätsdruck die Kreativität nicht erstickt. Ich ziehe klare Grenzen für den Einsatz technischer Hilfsmittel, um die Qualität und Originalität meiner Arbeit zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kannst du ein konkretes Beispiel nennen, wie du diese Balance in deinem Arbeitsalltag findest?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicher, ich benutze bestimmte Software nur in bestimmten Phasen des Designprozesses. Mein Ziel ist es, Technologie gezielt einzusetzen, um ihren Nutzen zu maximieren, ohne den kreativen Prozess zu beeinträchtigen. Zum Beispiel verwende ich KI-basierte Tools, um Routineaufgaben zu automatisieren, während die Kernarbeit des Konzipierens und Entwerfens in meinen Händen bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und wie wirkt sich dieser Ansatz auf die Endprodukte aus?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ansatz hat die Kundenzufriedenheit deutlich erhöht. Indem ich die Technologie als Unterstützung einsetze, ohne die Kreativität zu überlagern, gelingt es mir, innovative und frische Designs zu schaffen, die genau auf die Wünsche der Kunden zugeschnitten sind. Es entsteht eine Win-Win-Situation: Die Effizienz meiner Arbeit steigt, während die hohe Qualität der kreativen Leistung erhalten bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-design-ki-und-gesellschaft-die-ethische-dimension">Design, KI und Gesellschaft: Die ethische Dimension</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie gehst du mit den ethischen Herausforderungen und Urheberrechtsfragen um, die der Einsatz von KI im Design mit sich bringt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsatz von KI im Design erfordert ein tiefes Verständnis von Urheberrechten und ethischen Normen. Ich halte es für wesentlich, KI so einzusetzen, dass sie bestehende Werke respektiert und auf ihnen aufbaut, ohne sie direkt zu kopieren. Die moralische Debatte ist wichtig, und ich befürworte einen Ansatz, der Beobachtung und Verbesserung als Formen der Anerkennung betrachtet, um Innovation zu fördern.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Ich halte mich an Transparenz, Ehrlichkeit und Fairness, um meine Arbeit ethisch vertretbar und gesellschaftlich positiv zu gestalten.</p><cite>Raban Ruddigkeit</cite></blockquote></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie reagierst du auf die Risiken der Datenmanipulation und den Schutz der Privatsphäre im Zusammenhang mit KI?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schutz der Privatsphäre und die Vermeidung von Manipulation sind kritische Punkte, wenn es um KI im Design geht. Es liegt in unserer Verantwortung als Designerinnen und Designer, für Transparenz zu sorgen und die Technologie so einzusetzen, dass die Rechte und die Würde der Nutzerinnen und Nutzer stets respektiert werden. Ich halte mich an klare Richtlinien wie Transparenz, Ehrlichkeit und Fairness, um sicherzustellen, dass meine Arbeit ethisch vertretbar ist und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leistet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-designkunst-als-politisches-statement">Designkunst als politisches Statement</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast du persönlich negative Reaktionen auf deine politisch motivierte Arbeit erlebt &#8211; zum Beispiel mit deiner regelmäßigen Kolumne „WORTSTOERUNG” in der <a href="https://www.berliner-zeitung.de">Berliner Zeitung</a>?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es gab Reaktionen, aber das hält mich nicht davon ab, meine Position zu vertreten. Es ist wichtiger denn je, für demokratische Werte einzustehen. Kunst und Design sind mächtige Werkzeuge, um Bewusstsein zu schaffen und Veränderungen anzustoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gab es besondere Herausforderungen oder Kritik, die du bei deiner Arbeit mit KI, speziell der Kampagne der Berliner Zeitung, erlebt hast?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es gab Diskussionen, vor allem online, wo die Grenzen zwischen Technologie und Kreativität oft missverstanden werden. Es ist wirklich schade, so viel Unverständnis und mangelnde Selbstreflexion in der Branche zu sehen. Ich sehe KI als Chance, uns selbst herauszufordern und zu verbessern. Deshalb müssen wir ethische Überlegungen in jeden Schritt unseres kreativen Prozesses integrieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berliner-zeitung-nutzt-ki-fur-mauerfall-gedenkkampagne">Berliner Zeitung nutzt KI für Mauerfall-Gedenkkampagne</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/neu_04_bilder-mit-ki-generieren-und-variieren_abbildung_33-1024x724.jpg" alt="Berliner Zeitung mit Bärbel Bohley" class="wp-image-9138" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/neu_04_bilder-mit-ki-generieren-und-variieren_abbildung_33-1024x724.jpg 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/neu_04_bilder-mit-ki-generieren-und-variieren_abbildung_33-300x212.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/neu_04_bilder-mit-ki-generieren-und-variieren_abbildung_33-768x543.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/neu_04_bilder-mit-ki-generieren-und-variieren_abbildung_33-1536x1086.jpg 1536w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/neu_04_bilder-mit-ki-generieren-und-variieren_abbildung_33.jpg 1754w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<pre class="wp-block-preformatted">Anlässlich des 34. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer startete die Berliner Zeitung eine bemerkenswerte Kampagne, die ihre Open-Source-Plattform ins Rampenlicht rückte – eine Einladung an die Öffentlichkeit, ihren eigenen Beitrag zu leisten. Die Kampagne, die von Raban Ruddigkeit entworfen wurde, nutzte die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz, um den Gesichtern bekannter Friedensikonen eine emotionale Tiefe zu verleihen, die Verzweiflung und Entsetzen ausdrückt.</pre>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="707" data-id="9147" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-walesa.jpg" alt="Berliner Zeitung Open Source Kampagne Walesa" class="wp-image-9147" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-walesa.jpg 1000w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-walesa-300x212.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-walesa-768x543.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Lech Wałęsa</strong></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="707" data-id="9146" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-rabin.jpg" alt="Berliner Zeitung Open Source Kampagne Rabin" class="wp-image-9146" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-rabin.jpg 1000w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-rabin-300x212.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-rabin-768x543.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Jitzchak Rabin</strong></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="707" data-id="9144" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-havel.jpg" alt="Berliner Zeitung Open Source Kampagne Havel" class="wp-image-9144" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-havel.jpg 1000w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-havel-300x212.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-havel-768x543.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Václav Havel</strong></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="707" data-id="9145" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-king.jpg" alt="Berliner Zeitung Open Source Kampagne King" class="wp-image-9145" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-king.jpg 1000w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-king-300x212.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-king-768x543.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Martin Luther King</strong></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="707" data-id="9142" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-bohley.jpg" alt="Berliner Zeitung Open Source Kampagne Bohley" class="wp-image-9142" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-bohley.jpg 1000w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-bohley-300x212.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-bohley-768x543.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bärbel Bohley</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="707" data-id="9143" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-gandhi-1.jpg" alt="Berliner Zeitung Open Source Kampagne Gandhi" class="wp-image-9143" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-gandhi-1.jpg 1000w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-gandhi-1-300x212.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/berliner-zeitung-open-source-kampagne-gandhi-1-768x543.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mahatma Gandhi</figcaption></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption"><strong>Durch künstliche Intelligenz neu betrachtet: </strong><br><strong>Mahatma Gandhi, Václav Havel, Bärbel Bohley, Martin Luther King, Jitzchak Rabin und Lech Wałęsa werden mit Ausdrücken von Verzweiflung und Schrecken dargestellt, um ihre zeitlose Botschaft in der heutigen Welt zu reflektieren. Diese KI-generierten Bilder verbinden Vergangenheit und Gegenwart und unterstreichen die andauernde Relevanz ihres friedlichen Engagements.</strong> <br>Quelle: Berliner Zeitung, Raban Ruddigkeit/Midjourney</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kannst du konkrete Beispiele nennen, wo du in deiner eigenen Arbeit ethische Entscheidungen treffen musstest?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist die Auswahl der Projekte, an denen ich arbeite. Ich versuche, Projekte zu vermeiden, die meinen ethischen Überzeugungen widersprechen könnten, wie zum Beispiel Kampagnen für Produkte, die umweltschädlich oder sozial problematisch sind. Es geht darum, sich der Auswirkungen unserer Arbeit bewusst zu sein und verantwortungsvoll zu handeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-einfluss-ostdeutschlands-auf-den-kreativen-werdegang-eines-designers">Der Einfluss Ostdeutschlands auf den kreativen Werdegang eines Designers</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raban, lass uns über deinen Werdegang als Designer sprechen. Wie siehst du als Designer, der aus Ostdeutschland stammt, die Entwicklung der Region, insbesondere im Kreativsektor, nach der Wiedervereinigung?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Umstrukturierung in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung war tiefgreifend, mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von 20%, die in Wirklichkeit eher bei 50% lag, wenn man alle sozialen Maßnahmen berücksichtigt. Diese radikalen Veränderungen hatten nicht nur wirtschaftliche, sondern auch tiefgreifende psychologische Auswirkungen, die vielen Menschen das Gefühl gaben, überflüssig zu sein. Diese kollektive Verwundbarkeit schlug oft in Wut um und führte zu einer Spaltung zwischen Ost und West, die die kreative und kulturelle Identität Ostdeutschlands bis heute prägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Glaubst du, dass eine offizielle Entschuldigung für vergangenes Unrecht die Beziehungen zwischen Ost und West verbessern könnte?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine offizielle Anerkennung und Entschuldigung für die erlittenen Ungerechtigkeiten könnte wesentlich dazu beitragen, die tiefen Wunden zu heilen und eine echte Versöhnung einzuleiten. Ohne eine solche Geste wird es weiterhin schwer sein, das Misstrauen und die Verletzungen, die viele Ostdeutsche empfinden, zu überwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Rolle hat deine autodidaktische Ausbildung in deinem kreativen Werdegang gespielt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe als Autodidakt begonnen, unterstützt durch das Wissen meines Vaters, der Kunstprofessor war. Diese unkonventionelle Ausbildung hat mir eine einzigartige Perspektive eröffnet, die mir geholfen hat, trotz vieler kultureller und beruflicher Hindernisse erfolgreich in der Branche Fuß zu fassen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="749" data-id="9158" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung73_rabban-ruddigkeit-1024x749.jpg" alt="Wortstoerung 73 Rabban Ruddigkeit" class="wp-image-9158" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung73_rabban-ruddigkeit-1024x749.jpg 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung73_rabban-ruddigkeit-300x219.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung73_rabban-ruddigkeit-768x562.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung73_rabban-ruddigkeit.jpg 1453w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="749" data-id="9157" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung69rabban-ruddigkeit-1024x749.jpg" alt="Wortstoerung 69 Rabban Ruddigkeit" class="wp-image-9157" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung69rabban-ruddigkeit-1024x749.jpg 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung69rabban-ruddigkeit-300x219.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung69rabban-ruddigkeit-768x562.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung69rabban-ruddigkeit.jpg 1453w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="749" data-id="9156" src="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung56rabban-ruddigkeit-1024x749.jpg" alt="Wortstoerung 56 Rabban Ruddigkeit" class="wp-image-9156" srcset="https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung56rabban-ruddigkeit-1024x749.jpg 1024w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung56rabban-ruddigkeit-300x219.jpg 300w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung56rabban-ruddigkeit-768x562.jpg 768w, https://www.stories4brands.com/wp-content/uploads/2024/05/wortstoerung56rabban-ruddigkeit.jpg 1453w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption"><strong>Designkunst trifft Wortkunst. <br>Motive von Raban Ruddigkeit aus der Wort-Bild-Kolumne WORTSTOERUNG der Berliner Zeitung. <br>Die Hintergrundmotive wurden mit KI erstellt.</strong> <br>Quelle: Berliner Zeitung, Raban Ruddigkeit/Midjourney</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-designkunst-die-zukunft-des-designs">Designkunst: Die Zukunft des Designs</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie passt sich das Bildungssystem an die Bedürfnisse zukünftiger Designer an, insbesondere im Hinblick auf neue Technologien?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bildungssystem sollte sich stärker auf die Vermittlung von Programmier- und Coding-Kenntnissen sowie auf die effektive Nutzung moderner Kommunikationsmittel wie Smartphones konzentrieren. Kreative müssen über traditionelle Medien hinaus denken, um mit dem technologischen Fortschritt, insbesondere der künstlichen Intelligenz, Schritt halten zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Auswirkungen siehst du durch Technologien wie KI auf die Designpraxis?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">KI verändert den Designprozess grundlegend und bietet neue Möglichkeiten für Kreativität und Effizienz. Sie ist eine Erweiterung unserer Fähigkeiten, aber kein Ersatz für die Notwendigkeit menschlichen Einfühlungsvermögens und feiner Wahrnehmung. Die Technologie sollte als Ergänzung zu traditionellen Methoden gesehen werden, nicht als Ersatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Kompetenzen werden in der zukünftigen Arbeitswelt für Designer entscheidend sein?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben technischem Know-how in KI und digitalen Werkzeugen wird ein tiefes Verständnis von Datenanalyse, Nutzererfahrung und nachhaltigem Design immer wichtiger. Designer müssen in der Lage sein, diese Werkzeuge kreativ einzusetzen, um innovative Lösungen zu entwickeln, die sowohl ästhetisch ansprechend als auch sozial verantwortlich sind. Und um, wie ich es nenne, Designkunst zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Siehst du bestimmte Trends, die die Designbranche besonders prägen werden?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, die Integration von sozialer Verantwortung und Nachhaltigkeit in das Design gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Verwendung von recycelten Materialien und die Entwicklung von Designs mit positiven sozialen Auswirkungen sind nicht nur ökologisch vorteilhaft, sondern eröffnen auch neue kreative Perspektiven.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neues-buchprojekt-in-arbeit">Neues Buchprojekt in Arbeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kannst du uns zum Abschluss unseres Gesprächs ein aktuelles Projekt nennen, an dem du arbeitest?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich arbeite an einem Buch über den Einsatz neuer Technologien im Design und ihre sozialen Auswirkungen. Das Projekt befindet sich noch in der Anfangsphase, liegt mir aber sehr am Herzen. Es soll zum Nachdenken über die Rolle der Technologie im Designprozess anregen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielen Dank für das interessante Gespräch. Deine Einblicke in die Rolle der KI, der Designkunst und der Verantwortung des Designs sind inspirierend.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielen Dank für die Gelegenheit, meine Ansichten zu teilen. Es ist eine aufregende Zeit für Kreative und ich bin gespannt, wohin uns diese Entwicklungen führen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr zum Thema Content Creation mit KI erfahren Sie in unserem Fachbuch: <a href="https://www.stories4brands.com/content-creation-mit-ki-workbook/">Content Creation mit KI</a>. Entdecken Sie darin umfassende Einblicke und praktische Tipps. Darüber hinaus bieten wir speziell auf Marketingabteilungen und Unternehmen zugeschnittene Workshops und Seminare an, in denen Sie vom fundierten Wissen und der Erfahrung der KI-Experten Andreas Berens und Carsten Bolk profitieren können. <a href="https://www.stories4brands.com/theuntold/workshop-content-kreation-mit-ki/">Buchen Sie hier Ihren Einstieg in die neue Welt der Künstlichen Intelligenz.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.stories4brands.com/designkunst-in-der-aera-der-kuenstlichen-intelligenz/">Designkunst in der Ära der Künstlichen Intelligenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.stories4brands.com">theUntold | stories4brands</a>.</p>
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